Wie Sie Microsoft To-Do unter Windows 7 effektiv nutzen
Es ist schon eine Weile her, seit Microsoft die To-Do-App für Windows 10, iPhone und Android veröffentlicht hat. Für alle, die noch Windows 7 oder 8.1 nutzen, ist das ziemlich ärgerlich, da es offiziell keine Desktop-App dafür gibt. Wer also noch an seinen alten Windows-Versionen festhält, hat sich wahrscheinlich schon gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, Microsoft To-Do ohne Browser zu nutzen. Spoiler: Nicht wirklich, es sei denn, man möchte die Webversion verwenden oder mit Workarounds experimentieren. Hier sind meine Erkenntnisse aus einigen Versuchen.
Der Hauptgrund, warum Microsoft keine vollwertige Desktop-App für Windows 7 oder 8.1 anbietet, ist, dass diese Betriebssysteme die neueren Windows Store-Apps nicht nativ ausführen können. Kurz gesagt: Es gibt keine offizielle Unterstützung für Win32- oder Desktop-Versionen. Was also tun? Nun, sofern man nicht auf Tricks zurückgreifen oder die Sicherheit durch Downloads von Drittanbietern riskieren möchte, bleibt als offizieller Weg nur die Webversion. Aber die ist nicht perfekt – sie wirkt im Vergleich zu einer nativen App etwas umständlich.
So verwenden Sie Microsoft To-Do unter Windows 7 / 8.1
Die Webversion nutzen – der einfachste Weg (aber irgendwie auch nicht so toll).
Dies ist die einfachste Methode.Öffnen Sie einfach Ihren Browser, rufen Sie die Microsoft To-Do-Homepage auf und melden Sie sich mit Ihrem Microsoft-Konto an. Die Website bietet fast alle Funktionen der App, einschließlich des Imports von Listen aus Wunderlist und Todoist. Der Nachteil? Sie sind auf ein Browserfenster angewiesen, und die Bedienung ist nicht so flüssig wie bei einer dedizierten App.
Warum es hilft:
Es ist zuverlässig, kommt ohne komplizierte Umwege aus und funktioniert auf nahezu allen Systemen. Alle Ihre Listen werden synchronisiert, was letztendlich das Wichtigste ist. Wenn Sie lediglich Aufgaben verwalten möchten, ist es möglicherweise ausreichend. Auf manchen Systemen kann die Webversion jedoch langsam oder etwas umständlich sein, insbesondere auf älterer Hardware oder mit älteren Browsern.
Wann man es verwendet:
- Wenn Sie schnellen Zugriff wünschen, ohne sich mit Downloads oder riskanten Drittanbieterquellen herumschlagen zu müssen.
- Wenn es Ihnen nichts ausmacht, den Browser ständig geöffnet zu haben, um Ihre Aufgaben einzusehen.
- Wenn Ihr Hauptziel lediglich darin besteht, Aufgaben anzuzeigen und hinzuzufügen, ohne aufwendige Benachrichtigungen oder Offline-Unterstützung.
Was Sie erwartet:
Alle Funktionen sind identisch mit der App, aber das Nutzungserlebnis ist anders. Wenn Ihnen die Webversion zu langsam erscheint oder Sie eine tiefere Integration wünschen, ist diese Lösung möglicherweise nicht die richtige Wahl. Manchmal reagiert die Website auf älteren Computern nicht so schnell. Beachten Sie außerdem, dass einige Funktionen, wie beispielsweise der Offline-Zugriff, eingeschränkt sein können.
Noch ein Rezept zum Ausprobieren…
Wenn Sie unbedingt eine Desktop-ähnliche Oberfläche wünschen, könnten Sie die Android- oder iOS-Version über einen Emulator ausführen. Das ist aber meist übertrieben. Für die meisten Nutzer reicht es völlig aus, die Webversion zu verwenden und sie per Browserverknüpfung an die Taskleiste anzuheften. Wer etwas experimentierfreudiger ist, kann auch Drittanbieter-Wrapper nutzen, die die Web-App in ein Desktop-Fenster einbinden. Dabei sind jedoch Sicherheits- und Stabilitätsprobleme zu beachten.
Natürlich drängt Microsoft die Nutzer zu Windows 10 oder neueren Versionen, daher ist in absehbarer Zeit kein dedizierter, moderner Desktop-Client für Windows 7 zu erwarten. Wenn Sie noch Windows 7 verwenden, sollten Sie wahrscheinlich ein Upgrade planen oder Wunderlist vorerst weiter nutzen – auch wenn Microsoft die Unterstützung dafür bald einstellen wird. Selbst wenn Wunderlist unter Windows 7 nicht mehr offiziell unterstützt wird, finden Sie das Installationsprogramm noch online bei anderen Anbietern. Seien Sie jedoch vorsichtig beim Herunterladen.
Seltsamerweise reicht die Webversion bei manchen Systemen völlig aus, während sie bei anderen eher lästig ist. So oder so ist sie besser als nichts, bis man sich für ein Upgrade entscheidet. Denn die Zukunft gehört Windows 10 oder 11, und das Festhalten an veralteten Betriebssystemen bringt immer seine Tücken mit sich.