Wie man MS Paint auf dem Mac effektiv nutzt
Microsoft Paint ist eines dieser klassischen Windows-Tools, das man einfach als selbstverständlich ansieht, wie digitales Papier und Pinsel. Es gibt das Programm schon ewig, und selbst in Windows 11 ist es noch immer Standard – nur dass es jetzt viel mehr kann als nur zeichnen. Dank KI-Technologie kann Paint Bilder aus Texteingaben generieren, Ebenen verwalten und sogar Hintergründe mit einem Klick entfernen. Das ist ein enormer Fortschritt, bedeutet aber auch, dass es nicht mehr ganz so einfach ist wie früher. Wenn Sie gerne mit Bildbearbeitung experimentieren oder einfach nur dieses nostalgische Tool vermissen, möchten Sie sicher wissen, ob es auch für Mac verfügbar ist oder wie Sie ähnliche Funktionen nutzen können.
Ist Microsoft Paint für Mac erhältlich?
Also, folgendes: MS Paint gibt es nicht offiziell für Mac. Wie die meisten Microsoft-Apps ist es für Windows entwickelt, und Mac-Nutzer haben Pech, wenn sie Paint direkt aus dem App Store oder von Microsofts offiziellen Kanälen beziehen möchten. Man kann es nicht einfach herunterladen und erwarten, dass es unter macOS läuft – es ist ein reines Windows-Programm. Das ist zwar schade, aber bekanntlich ist nichts unmöglich, oder?
Gibt es eine Möglichkeit, Paint auf einem Mac zu installieren und zu verwenden?
Ja, man kann das System gewissermaßen austricksen, wenn man Paint unbedingt auf dem Mac nutzen möchte. Der Trick besteht darin, Windows auf dem Mac auszuführen – üblicherweise über eine virtuelle Maschine. Parallels Desktop ist eine beliebte Option und läuft recht flüssig, sofern die Hardware ausreicht. Man installiert Windows 11 oder 10 in Parallels und kann Paint dann wie auf einem Windows-PC nutzen. Man benötigt jedoch einen gültigen Windows-Lizenzschlüssel, und die Einrichtung kann etwas technisch sein. Wer sich mit virtuellen Maschinen nicht auskennt, mag den Aufwand zunächst als zu groß empfinden, aber es ist definitiv machbar.
Hier ein kurzes Beispiel zur Einrichtung: Nach der Installation von Parallels erstellen Sie eine neue virtuelle Maschine (VM), wählen das Windows-Image aus und folgen den Anweisungen zur Windows-Installation. Sobald Windows in Parallels läuft, verhält es sich wie auf einem Windows-PC. Sie können dann den Microsoft Store öffnen, Paint herunterladen und mit dem Zeichnen beginnen. Beachten Sie, dass die Leistung je nach Mac-Spezifikationen und den der VM zugewiesenen Ressourcen variieren kann. Einige Nutzer berichten, dass Paint so einwandfrei läuft, aber nicht alle Konfigurationen sind identisch.
Wenn Sie sich die vollständige Windows-Installation sparen möchten, sollten Sie wissen, dass diese Methode zwar eine akzeptable Notlösung darstellt, aber für eine einfache App etwas übertrieben ist, insbesondere da es auf dem Mac hervorragende native Alternativen gibt. Wenn Sie jedoch die KI-Funktionen oder die Hintergrundentfernung von Paint nutzen möchten, könnte sich der zusätzliche Aufwand lohnen.
Kostenlose Alternative zu Paint auf dem Mac
Andererseits gibt es einige gute Alternativen, die ganz ohne Windows auskommen. Zwei herausragende Beispiele sind Paintbrush und Paint X. Paintbrush ist die wohl beste Mac-Version von MS Paint – einfach, unkompliziert und funktioniert wie erwartet. Wer eine etwas modernere, funktionsreichere Benutzeroberfläche wünscht, ist mit Paint X gut beraten. Es ahmt das Aussehen des klassischen Paint nach, bietet aber zusätzliche Werkzeuge und Ebenenunterstützung – quasi MS Paint auf Steroiden.
Laden Sie eine der beiden Apps von der jeweiligen Website herunter. Wenn Sie Paint kennen, werden Sie sich sofort zurechtfinden. Grundlegende Zeichen-, Zuschneide- und einfache Bearbeitungsfunktionen sind unkompliziert. Egal, ob Sie nur skizzieren oder schnell etwas bearbeiten möchten – diese Apps erfüllen ihren Zweck.
Wussten Sie?
Früher hatten die ersten Macs ihre eigene Zeichen-App namens MacPaint. Sie war in den 80er-Jahren recht beliebt, geriet aber mit der Zeit in Vergessenheit. Apple hat sie nie durch eine integrierte App ersetzt, daher sind Mac-Nutzer heute auf Drittanbieterlösungen oder Workarounds angewiesen. Schon seltsam, dass etwas so Grundlegendes nicht besser integriert ist, aber typisch Apple – immer ihr eigenes Ding.