Wie man einen fehlenden Windows Boot Manager im BIOS oder UEFI behebt
Bevor Sie überhaupt den Windows-Anmeldebildschirm sehen, sorgt der Bootmanager Ihres PCs im Hintergrund dafür, dass alles reibungslos funktioniert. Er ist entweder im BIOS oder in der UEFI-Firmware gespeichert und steuert, wie Ihr System beim Start das Betriebssystem findet. Wenn er fehlt, beschädigt oder fehlerhaft ist, kann es passieren, dass Ihr Computer sich aufhängt, eine Fehlermeldung anzeigt oder gar nicht mehr startet. Die Behebung dieses Problems kann etwas knifflig sein, aber zu wissen, was schief läuft und wie man es behebt, kann viel Ärger ersparen. Meistens liegt die Ursache in Störungen durch externe Festplatten, beschädigten Bootdaten oder sogar in physischen Problemen mit der Festplatte selbst. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen einige praktische Lösungsansätze – von einfach bis komplex –, damit Sie hoffentlich wieder problemlos Windows nutzen können.
Wie man einen fehlenden oder beschädigten Bootmanager im BIOS und UEFI behebt
Wenn Ihr Bootmanager sich nicht öffnen lässt oder gar nicht erst angezeigt wird, sollten diese Lösungsansätze helfen, das Problem zu beheben. Einige Schritte sind schnell erledigt, aber unerlässlich, wie das Entfernen externer Geräte oder das Überprüfen der Bootreihenfolge. Windows kann nämlich durcheinanderkommen, wenn externe Medien zuerst starten. Andere Schritte erfordern Eingriffe ins BIOS/UEFI, das Korrigieren von Boot-Einträgen oder die Reparatur von Systemdateien – nicht gerade angenehm, aber machbar, wenn Sie die Anweisungen sorgfältig befolgen. Bei manchen Systemen funktioniert es vielleicht auf Anhieb reibungslos, bei anderen sind möglicherweise mehrere Neustarts nötig. Lassen Sie sich also nicht entmutigen, wenn es nicht sofort perfekt klappt.
Alle externen Medien entfernen
Als Erstes – und das wird oft übersehen – sollten Sie alle USB-Laufwerke, SD-Karten, DVDs und externen Festplatten trennen. Windows versucht manchmal, von diesen zu booten, insbesondere wenn sie im BIOS als Startlaufwerk festgelegt sind. Wenn ein externes Gerät mit einem bootfähigen Betriebssystem oder Installationsprogramm angeschlossen ist, kann der PC dieses fälschlicherweise als primäre Startquelle erkennen und die Windows-Festplatte überspringen. Fahren Sie daher den PC herunter, entfernen Sie alle externen Speichermedien und versuchen Sie erneut zu starten.
Das hilft oft, weil Windows bei der Standard-Bootreihenfolge manchmal etwas eigenwillig ist und der Bootmanager dadurch durcheinander gerät. Ich habe erlebt, dass es das Problem schon beim ersten Versuch behoben hat – auf manchen Rechnern muss man eventuell den USB-Stick ein paar Mal neu anschließen oder den Computer neu starten, aber es ist einen Versuch wert.
Überprüfen Sie die Bootreihenfolge im BIOS/UEFI.
Manchmal bleibt die Bootreihenfolge selbst nach dem Trennen aller Geräte vom Stromnetz durcheinander – ziemlich ärgerlich. Sie müssen den Computer neu starten, ins BIOS oder UEFI gelangen und sicherstellen, dass der Windows Boot Manager an erster Stelle steht. Die Vorgehensweise ist in der Regel unterschiedlich.
- Drücken Sie beim Start die Taste Deleteoder F2, manchmal auch die Taste Escoder F10, abhängig von Ihrem Motherboard.
Sobald Sie im System sind, navigieren Sie zu einem Menü mit der Bezeichnung „Start“ oder „Startoptionen“. Suchen Sie nach „Startpriorität“ oder „Startreihenfolge“ – hier sollten Sie Optionen wie „Windows-Startmanager“, „Datenträger“ oder „Wechseldatenträger“ sehen.
Verschieben Sie den Windows-Bootmanager an den Anfang der Liste. In manchen BIOS-Versionen müssen Sie ihn auswählen und eine Taste drücken +/-oder eine Menüoption verwenden, um seine Position zu ändern. Speichern Sie die Änderungen (normalerweise mit F10 oder über ein Menü) und starten Sie den Computer neu. Dies behebt das Problem oft, wenn die Bootreihenfolge durcheinander war. Auf manchen Systemen wird die Einstellung nicht gespeichert oder nach dem Herunterfahren zurückgesetzt – daher ist möglicherweise etwas Ausprobieren erforderlich.
Überprüfen Sie Ihre Festplattenverbindung.
Wenn das BIOS Ihr Laufwerk gar nicht erkennt, liegt ein anderes Problem vor. Möglicherweise sind die Kabel locker oder das Laufwerk defekt. Schalten Sie den Computer aus, öffnen Sie das Gehäuse und überprüfen Sie, ob alle SATA- oder NVMe-Kabel fest angeschlossen sind, insbesondere wenn Sie das System kürzlich umgestellt oder aufgerüstet haben. Manchmal kann eine schlechte Verbindung dazu führen, dass das Laufwerk nicht erkannt wird, wodurch der Bootmanager Windows nicht findet. Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Laufwerk im BIOS angezeigt wird – falls nicht, könnten tatsächlich Hardwareprobleme vorliegen, und es muss möglicherweise ausgetauscht werden. Nur ein kleiner Hinweis, denn Windows macht die Dinge natürlich unnötig kompliziert.
Führen Sie die Starthilfe über die Windows-Wiederherstellung aus.
Wenn Sie das Problem auf beschädigte Startkonfigurationsdaten (BCD) oder einen beschädigten Master Boot Record (MBR) eingegrenzt haben, ist der Start der Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) der richtige Weg. Da ein normaler Start nicht möglich ist, benötigen Sie einen bootfähigen Windows-USB-Stick oder ein Wiederherstellungslaufwerk. Hier die Kurzanleitung:
- Erstellen Sie mit dem Windows Media Creation Tool von Microsoft einen bootfähigen USB-Stick. Sie können dies kostenlos auf einem anderen PC tun – laden Sie das Tool einfach von der offiziellen Microsoft-Website herunter.
- Stecken Sie den USB-Stick ein und starten Sie den Computer neu, indem Sie vom USB-Stick booten (möglicherweise müssen Sie das Boot-Gerät F12während des Startvorgangs manuell durch Drücken einer Taste oder einer ähnlichen Taste auswählen).
- Wenn das Windows-Installationsprogramm erscheint, wählen Sie Ihre Sprache aus und klicken Sie auf Weiter.
- Klicken Sie unten links auf „Computer reparieren“ anstatt auf „Jetzt installieren“.
- Wählen Sie Problembehandlung > Erweiterte Optionen > Starthilfe.
- Wählen Sie Ihr Betriebssystem aus und lassen Sie das Programm laufen. Es erkennt mit hoher Wahrscheinlichkeit Probleme mit dem Bootsektor oder dem BCD und versucht, diese zu beheben. Manchmal ist ein Neustart erforderlich, in anderen Fällen müssen Sie das Programm möglicherweise erneut ausführen oder weitere Reparaturversuche unternehmen.
Hinweis: Dies kann mitunter beschädigte Systemdateien reparieren oder die Bootsektoren instand setzen und Ihr System wieder in Windows versetzen, sofern die Daten nicht vollständig beschädigt sind. Beachten Sie jedoch, dass die Reparatur bei manchen Systemen wiederholt oder durch fortgeschrittenere Wiederherstellungstools, wie beispielsweise die Befehle von bootrec in der Eingabeaufforderung, ergänzt werden muss.