Wie man die Windows-Sandbox unter Windows 10 effektiv nutzt
Windows 10 führte mit dem Mai-2019-Update (Version 1903) die Windows-Sandbox-Funktion ein, die sich ideal zum Testen von Anwendungen in einer sauberen Umgebung eignet. Dabei wird eine kleine, temporäre Windows-Instanz erstellt, die isoliert läuft. So werden Ihre Aktionen in der Sandbox nicht auf Ihr Hauptsystem übertragen. Perfekt, um verdächtige Downloads zu testen oder neue Software auszuprobieren, ohne Ihr Hauptsystem zu gefährden.
Aber hier ist der Haken: Wenn Sie Windows 10 Home verwenden, wird diese Funktion offiziell nicht unterstützt. Einige Nutzer haben zwar Wege gefunden, dies zu umgehen, aber das ist eine andere Geschichte. Falls Ihr PC die Funktion unterstützt, erhalten Sie eine praktische kleine virtuelle Umgebung, die sich einfach starten und schließen lässt und nach der alle Daten gelöscht werden. Das ist äußerst nützlich, insbesondere wenn Sie sich nicht mit virtuellen Maschinen oder komplexen Konfigurationen auseinandersetzen möchten.
Mindestsystemanforderungen für Windows Sandbox
# Windows 10 Pro oder Enterprise Build 18305 oder höher (denn natürlich muss Windows es unnötig kompliziert machen)
# 64-Bit-Architektur – leider keine 32-Bit-Unterstützung mehr für Sandbox
Mindestens 4 GB RAM – mehr, wenn es wirklich flüssig laufen soll.
Mindestens 1 GB freier Festplattenspeicher – ja, das ist minimal, aber erwarten Sie nicht, dass Sie alle Ihre Downloads dort unterbringen können.
# 2 CPU-Kerne – Dual-Core ist das Minimum, aber mehr ist besser
# Virtualisierung im BIOS/UEFI aktiviert – falls diese standardmäßig deaktiviert ist, müssen Sie sie möglicherweise umschalten. Sie finden diese Einstellung normalerweise unter Prozessor- oder Virtualisierungseinstellungen im BIOS. Starten Sie den Computer neu und stellen Sie fest: „Ja, jetzt ist es aktiviert.“
So führen Sie die Windows-Sandbox unter Windows 10 aus
Aktivieren und Starten der Windows-Sandbox
Als Erstes müssen Sie sicherstellen, dass die Funktion aktiviert ist. Suchen Sie in der Systemsteuerung nach „Windows-Funktionen aktivieren oder deaktivieren“. Suchen Sie nach „Windows Sandbox“ – falls diese Option deaktiviert ist, aktivieren Sie das Kontrollkästchen und klicken Sie auf „OK“.Sie werden zum Neustart aufgefordert. Speichern Sie daher vorher Ihre aktuelle Arbeit.
Falls Sie es nicht finden, überprüfen Sie Ihre Windows-Edition – nur Pro und Enterprise unterstützen Sandbox. Bei manchen Systemen wird es möglicherweise nicht angezeigt, weil die Virtualisierung im BIOS nicht aktiviert ist oder Ihr System die Systemvoraussetzungen nicht erfüllt.
Sobald der Computer eingeschaltet und neu gestartet ist, geben Sie einfach „Windows Sandbox“ in das Startmenü oder die Suchleiste ein. Ein Klick darauf öffnet ein neues Fenster – ähnlich einer frischen Windows-Sitzung in einer virtuellen Maschine.
Programme innerhalb der Sandbox abrufen und testen
Sobald es läuft, ist es etwas ungewöhnlich, aber… Sie können Dateien von Ihrem Hauptsystem in die Sandbox kopieren und einfügen. Oder, noch einfacher, öffnen Sie den integrierten Microsoft Edge-Browser in der Sandbox und laden Sie die benötigten Installationsdateien herunter. Schauen Sie sich einfach auf dem Standarddesktop um – komplizierte Verknüpfungen sind nicht nötig.
Führen Sie anschließend das Installationsprogramm wie gewohnt aus. Hier kommt der Clou: Alles, was Sie innerhalb der Sandbox installieren, bleibt dort und greift nicht auf Ihren Host zu. Ihre Internetverbindung sollte funktionieren, sodass Updates und Downloads reibungslos ablaufen.
Beachten Sie, dass alle Aktionen in der Sandbox nach dem Schließen nicht gespeichert werden. Versuchen Sie also nicht, Ihre Downloads oder Einstellungen zu sichern – sie werden gelöscht. Die Sandbox dient lediglich schnellen Tests oder Sicherheitsüberprüfungen.
Abschluss und Aufräumen
Wenn Sie fertig sind, schließen Sie einfach das Sandbox-Fenster. Alles darin – Programme, Dateien, Downloads – verschwindet. Das ist eine einmalige Sache, und genau das ist der Sinn der Sache. Wenn Sie dasselbe Programm später noch einmal benötigen, müssen Sie es jedes Mal erneut herunterladen und installieren.Ärgerlich, aber das ist der Kompromiss.
Wenn Sie verschiedene Dinge testen möchten, minimieren Sie die Sandbox am besten zuerst, anstatt sie zu schließen. Denn beim Schließen werden alle darin enthaltenen Daten gelöscht, und Sie müssen jedes Mal von vorne beginnen.