Wie man Benutzer daran hindert, Metro-Apps unter Windows 8 zu deinstallieren
Windows 8 kommt mit einer Vielzahl von Apps im Metro-Stil, und über den Windows Store lassen sich weitere ganz einfach installieren. Regelmäßige Updates bringen neue Apps, und viele Anbieter haben Metro-Versionen ihrer beliebten Software veröffentlicht. Wenn Sie bereits Apps aus dem Store installiert haben, wissen Sie wahrscheinlich, dass Deinstallieren, Aktualisieren und Verwalten von Apps theoretisch nicht allzu kompliziert ist. Manchmal geht es aber darum, die Zugriffsrechte zu kontrollieren, insbesondere wenn Sie Ihr Gerät mit anderen teilen. Deinstallieren ist in der Regel unkompliziert: Rechtsklick auf die App, „Deinstallieren“ auswählen, und schon ist sie weg. Wenn Sie jedoch viele Apps installiert haben und nicht möchten, dass andere daran herumspielen, benötigen Sie möglicherweise eine Sperre. Praktischerweise lässt sich die Deinstallationsoption über den Gruppenrichtlinien-Editor deaktivieren, sodass Benutzer Apps nicht einfach nach Belieben entfernen können. Dies ist besonders nützlich bei gemeinsam genutzten Geräten oder wenn Sie versehentliche Deinstallationen verhindern möchten.
Wie man verhindert, dass andere Metro-Apps in Windows 8 deinstallieren
Methode 1: Deaktivieren der Deinstallationsoption mithilfe des Gruppenrichtlinien-Editors
Durch Deaktivieren des Deinstallationsbefehls wird verhindert, dass Benutzer Apps per Rechtsklick entfernen. Das mag etwas ungewöhnlich klingen, funktioniert aber gut, um versehentliche Deinstallationen einzuschränken, ohne die Apps oder Einstellungen zu verändern.
- Öffnen Sie den Ausführen-Dialog: Drücken SieWindows + R
- Gruppenrichtlinien-Editor starten: Geben Sie den entsprechenden Befehl ein
gpedit.mscund drücken Sie die Maustaste.Enter - Navigieren Sie zum Speicherort der Richtlinie: Gehen Sie im linken Bereich zu Benutzerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Startmenü und Taskleiste
- Die Richtlinie finden: Suchen Sie auf der rechten Seite nach „Benutzer daran hindern, Anwendungen über das Startmenü zu deinstallieren“.
- Aktivieren Sie die Richtlinie: Doppelklicken Sie darauf, stellen Sie sie auf „Aktiviert“ und klicken Sie dann auf „OK“.
Warum das hilft: Dadurch wird die Deinstallationsfunktion per Rechtsklick für Apps vollständig deaktiviert, sodass Benutzer Apps nicht einfach ohne Administratorrechte entfernen können.
Anwendungsfall: Kurz gesagt: Wenn Sie beobachten, dass Benutzer Apps per Rechtsklick und Auswahl von „Deinstallieren“ deinstallieren und Sie dies verhindern möchten, kann es sein, dass Sie sich bei manchen Systemen erst ab- und wieder anmelden müssen, damit die Änderung wirksam wird.
Was Sie erwartet: Nach der Deinstallation wird beim Rechtsklick auf eine App keine Deinstallationsoption mehr angezeigt. Die App bleibt installiert, bis sie von einem Administrator auf anderem Wege entfernt wird.
Hinweis: Unter Windows 8 Home funktioniert dies möglicherweise nicht, da der Gruppenrichtlinien-Editor nicht verfügbar ist. Sie müssten die Registrierung manuell bearbeiten, was deutlich komplizierter und nicht garantiert ist.
Methode 2: Verwendung von Registry-Hacks (Für Windows 8 Home)
Nicht jeder hat die Pro-Version, und nicht jeder möchte in der Registry herumfummeln. Falls Sie aber die Home-Version nutzen und diese Funktion fehlt, gibt es hier einen Trick. Er ist nicht ganz intuitiv – manchmal funktioniert er, manchmal nicht. Probieren Sie es einfach aus, aber seien Sie nicht enttäuscht, wenn es nicht klappt.
Öffnen Sie den Registrierungseditor ( regedit) mit Administratorrechten:
- Drücken Sie Windows + R, geben Sie ein
regeditund drücken Sie dann.Enter - Navigieren Sie zu HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer
- Falls es nicht existiert, müssen Sie es möglicherweise erstellen.
- Erstellen Sie einen neuen DWORD-Wert (32 Bit) mit dem Namen NoRemoveApplications
- Setzen Sie den Wert auf 1
Diese Anpassung deaktiviert den Deinstallationsbefehl auf ähnliche Weise. Sollte die oben beschriebene Methode jedoch nicht funktionieren oder Sie die Änderungen immer wieder rückgängig machen, benötigen Sie möglicherweise ein Drittanbieter-Tool oder erweiterte Administratorrechte.
Warum es hilfreich ist: Es ist eine schnelle, manuelle Methode mit Registry-Änderungen, besonders nützlich, wenn Gruppenrichtlinien in Ihrer Windows-Version nicht verfügbar sind. Außerdem ist es direkter, wenn auch etwas riskanter, wenn Sie nicht an Registry-Bearbeitungen gewöhnt sind.
Anwendungsfall: Wenn die Deinstallationsoption angezeigt wird und Sie diese ausblenden möchten, ohne auf die Pro-Version umzusteigen, ist dies eine gute Möglichkeit.
Was Sie erwarten können: Nach der Änderung wird im Kontextmenü (Rechtsklick) für die meisten Apps keine Option zum Deinstallieren mehr angezeigt – aber Vorsicht, einige hartnäckige Apps bieten möglicherweise noch Optionen an anderer Stelle an, oder Updates können die Einstellungen rückgängig machen.
Denn natürlich muss Windows es unnötig kompliziert machen.
Zusammenfassung
Durch das Festlegen solcher Einschränkungen lässt sich viel Ärger ersparen, falls andere ständig Apps deinstallieren, die Sie häufig nutzen. Die Gruppenrichtlinienmethode ist eleganter, aber falls diese nicht verfügbar ist, können Sie die Registry bearbeiten – sofern Sie sich damit auskennen. Beachten Sie jedoch, dass diese Änderungen durch Updates oder andere Administratorrichtlinien rückgängig gemacht werden können.
Zusammenfassung
- Verwenden Sie Gruppenrichtlinien, um Deinstallationsbefehle für gemeinsam genutzte Geräte zu deaktivieren.
- Wenn Sie keinen Zugriff auf Gruppenrichtlinienobjekte (GPO) haben, versuchen Sie alternativ Registry-Änderungen.
- Sichern Sie Ihre Wunschliste immer, bevor Sie Änderungen vornehmen – denn natürlich kann dabei etwas schiefgehen.
- Nach den Änderungen müssen Sie den Computer neu starten oder sich ab- und wieder anmelden, um die Auswirkungen zu sehen.