So verwalten Sie die Einstellungen und die Barrierefreiheit der Systemsteuerung in Windows 10

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Die meisten Windows-10-Nutzer denken wahrscheinlich nie daran, die Einstellungen-App oder die Systemsteuerung zu blockieren – es sei denn, sie wollen verhindern, dass andere daran herumfummeln, oder bestimmte Aspekte ihres Rechners einschränken. Ein separates Benutzerkonto reicht in der Regel aus, um den Zugriff zu beschränken. Manchmal ist es jedoch sinnvoll, beides komplett zu deaktivieren, ohne jemandem vollen Zugriff zu gewähren. Das Problem dabei? Windows macht es einem nicht gerade leicht, die Einstellungen oder die Systemsteuerung zu deaktivieren, insbesondere ohne Drittanbieter-Tools. Man muss sich mit Gruppenrichtlinien auseinandersetzen oder die Windows-Registrierung bearbeiten. Das ist zwar etwas umständlich, aber es funktioniert.

Beachten Sie, dass die Gruppenrichtlinienmethode nur unter Windows 10 Pro, Enterprise oder Education funktioniert – die Home-Edition enthält keinen Gruppenrichtlinien-Editor. Wenn Sie die Home-Edition verwenden, müssen Sie die Registrierung bearbeiten. Im Folgenden erfahren Sie, wie Sie den Zugriff vorübergehend blockieren oder bestimmte Einstellungen ausblenden möchten.

So deaktivieren oder aktivieren Sie die Einstellungen und die Systemsteuerung in Windows 10

Methode 1: Verwendung des Gruppenrichtlinien-Editors (nur Pro, Enterprise, Education)

Diese Methode ist recht einfach, wenn Sie bereits Zugriff auf den Gruppenrichtlinien-Editor haben. Sie ist legitim, da sie Windows direkt anweist, den Zugriff zu blockieren. Ist diese Option aktiviert, können Benutzer weder die Einstellungen noch die Systemsteuerung öffnen. Auf manchen Rechnern funktioniert diese Einstellung nicht sofort zuverlässig, daher kann nach dem Aktivieren ein Neustart erforderlich sein. Es mag seltsam klingen, ist aber wahr – manchmal dauert es einen Moment, bis die Änderung wirksam wird.

  1. Öffnen Sie den Editor für lokale Gruppenrichtlinien. Geben Sie dazu einfach „ Lokale Gruppenrichtlinien gpedit.msc“ in das Startmenü/die Suchleiste ein und drücken Sie die Eingabetaste Enter.
  2. Navigieren Sie zu Benutzerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Systemsteuerung. Der Pfad sieht etwa so aus: Je nachdem, welche Einschränkungen Sie vornehmen möchten, könnte auch die Computerkonfiguration funktionieren.
  3. Suchen Sie die Richtlinie „ Zugriff auf Systemsteuerung und PC-Einstellungen verbieten“. Doppelklicken Sie darauf. Falls sie nicht angezeigt wird, müssen Sie möglicherweise die Liste durchsuchen oder direkt im Editor danach suchen.
  4. Aktivieren Sie die Option. Klicken Sie auf „Anwenden“. Benutzer können nun nicht mehr auf die Einstellungen oder die Systemsteuerung zugreifen – sie erhalten eine Meldung, dass der Zugriff verweigert wurde. Um die Änderung rückgängig zu machen, wählen Sie einfach „ Nicht konfiguriert“ oder „Deaktiviert“ und klicken Sie erneut auf „Anwenden“.

Hinweis: Diese Einstellung wird manchmal nicht sofort wirksam. Ein Neustart oder eine Abmeldung kann erforderlich sein, damit die Einschränkungen vollständig greifen.

Methode 2: Bearbeiten der Registrierung (für Windows 10 Home oder wenn Sie mehr Kontrolle wünschen)

Diese Methode ist etwas komplexer, funktioniert aber mit allen Windows 10-Editionen. Außerdem bietet sie detaillierte Steuerungsmöglichkeiten. Im Prinzip fügen Sie einen Wert hinzu, um Windows anzuweisen, die Systemsteuerung und die Einstellungen zu blockieren – oder diese Blockierung später bei Bedarf aufzuheben. Die Vorgehensweise von Windows ist etwas ungewöhnlich, aber dieser Trick ist weit verbreitet und gut dokumentiert.

  1. Geben Sie regedit„Start“ in die Suchleiste ein und drücken Sie die Eingabetaste Enter. Bestätigen Sie die Benutzerkontensteuerung, falls diese angezeigt wird.
  2. Navigieren Sie zu: HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Policies\Explorer. Alternativ können Sie den Pfad auch in die Adressleiste des Registrierungs-Editors kopieren und einfügen.
  3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine leere Stelle im rechten Bereich und wählen Sie dann Neu > DWORD-Wert (32-Bit). Benennen Sie ihn NoControlPanel.
  4. Doppelklicken Sie auf diesen neuen Wert. Geben Sie im Feld „Wert“ die Zahl 1 ein, um die Systemsteuerung und die Einstellungen zu deaktivieren. Klicken Sie auf „OK“. Ein Neustart ist normalerweise nicht erforderlich, kann aber hilfreich sein, wenn die Einschränkungen nicht sofort wirksam werden.
  5. Möchten Sie die Funktion wieder aktivieren? Löschen Sie dazu entweder den Wert „NoControlPanel“ oder doppelklicken Sie darauf und setzen Sie den Wert auf 0. Starten Sie anschließend den Computer neu oder melden Sie sich ab, damit die Änderungen wirksam werden.

Kleiner Hinweis: Falls Sie versehentlich etwas verändert haben oder die Änderungen schnell rückgängig machen möchten, ist das Löschen des entsprechenden Registry-Schlüssels oder -Werts die einfachste Lösung. Windows ist recht tolerant – es kann nur etwas nervenaufreibend sein, wenn Sie mit der Registry-Bearbeitung nicht vertraut sind.

Ehrlich gesagt, wirkt der ganze Vorgang entweder kinderleicht oder unnötig kompliziert – typisch Windows eben. Hat man ihn aber erst einmal verstanden, ist es eine praktische Methode, um ohne Drittanbieter-Tools Einschränkungen vorzunehmen. Man sollte nur nicht erwarten, dass es narrensicher ist; bei manchen Systemen scheint ein Neustart oder das Abmelden die Einschränkungen besser aufzuheben oder durchzusetzen.

Zusammenfassung

  • Verwenden Sie Gruppenrichtlinien, wenn Sie die Pro-/Enterprise-Version nutzen, um den Zugriff über Richtlinien zu blockieren – schalten Sie einfach die Einstellung um und starten Sie den Computer gegebenenfalls neu.
  • Für Home-Editionen oder mehr Kontrolle können Sie die Registrierung anpassen, indem Sie Einträge hinzufügen oder löschen NoControlPanel.
  • Denken Sie daran, dass ein Neustart oder eine Abmeldung oft dazu beiträgt, dass die Einstellungen erhalten bleiben.

Zusammenfassung

Das ist zwar nicht die eleganteste Methode, den Zugriff einzuschränken, aber sie erfüllt ihren Zweck. Seien Sie vorsichtig beim Bearbeiten der Registry oder der Gruppenrichtlinien – ein falscher Schritt, und es kann zu unerwarteten Problemen kommen. Andererseits ist es beruhigend zu wissen, dass man Teile von Windows bei Bedarf offiziell gesperrt hat. Hoffentlich hilft das – zumindest hat es einigen Nutzern Ärger erspart, die neugierige Blicke oder versehentliche Klicks verhindern wollten.