So verhindern Sie, dass Windows 10 Ihre Apps automatisch zurücksetzt
Die meisten vorinstallierten Apps in Windows 10 sind als Standard-Apps festgelegt. Edge ist beispielsweise der Standard-Webbrowser und PDF-Reader, und die Fotos-App ist der Standard-Bildbetrachter. Diese Einrichtung wirkt zunächst recht unkompliziert, doch dann kommen größere Windows-Updates und bringen alles durcheinander. Plötzlich werden Ihre sorgfältig gewählten Standardeinstellungen, wie beispielsweise Chrome als Browser, ohne Vorwarnung auf Edge zurückgesetzt. Das ist äußerst ärgerlich, da Sie nach jedem größeren Update Ihre bevorzugten Apps erneut festlegen müssen.
Wie schon bei älteren Versionen können Sie auch unter Windows 10 die Standard-Apps und -Programme ändern, was praktisch ist, wenn Sie die Kontrolle behalten möchten. Der Haken dabei ist jedoch, dass Windows diese Einstellungen bei Updates oft automatisch zurücksetzt. Das ist besonders ärgerlich, wenn Sie viele Anpassungen vorgenommen haben. Viele Nutzer suchen deshalb nach einer Möglichkeit, Windows daran zu hindern, ihre Standard-App-Einstellungen zu verändern.
Leider bietet Microsoft keine integrierte Option, um dieses Zurücksetzen bei größeren Updates zu verhindern. Die übliche Lösung besteht daher in der Verwendung von Drittanbieterprogrammen oder komplizierten Registry-Änderungen, die nicht gerade benutzerfreundlich sind. Das beliebteste Tool hierfür ist „ Stop Resetting My Apps“. Es ist kostenlos, ressourcenschonend und erledigt die Arbeit im Grunde automatisch, ohne komplizierte Systemdateien zu verändern.
So verhindern Sie, dass Windows 10 Ihre Standard-Apps zurücksetzt.
Methode 1: Verwenden Sie „Meine Apps nicht mehr zurücksetzen“.
Das ist ein echter Lebensretter, wenn Sie sich schon die Haare gerauft haben, weil Updates Ihre Standardeinstellungen zurücksetzen. Es verhindert, dass Windows 10 Ihre ausgewählten Apps nach jedem größeren Update ändert. Das greift, wenn Windows Apps wie Ihren Standardbrowser, PDF-Reader oder Fotobetrachter zurücksetzt – also im Grunde alles, was Sie manuell festgelegt haben.
Der Grund dafür ist ganz einfach: Es verhindert, dass Windows diese Apps bei Updates erneut als Standard-Apps registriert. Anfangs funktioniert es manchmal nicht sofort, aber nach der Konfiguration hält es in der Regel. Sie starten einfach das Programm, klicken auf die gewünschten App-Kacheln, und diese werden fixiert. Wenn Ihr Standardbrowser Chrome ist, klicken Sie einfach auf die Chrome-Kachel, und Edge wird nach Updates nicht automatisch zum Standardbrowser.
Die Vorgehensweise ist einfach: Laden Sie das Programm von der offiziellen Webseite herunter und führen Sie es aus. Nach dem Öffnen sehen Sie Kacheln, die Ihre Apps darstellen. Klicken Sie auf die Apps, die Sie als Standard festlegen möchten – ein kleines Stoppschild erscheint auf der Kachel, sobald sie geschützt ist. Wenn Sie die App wieder zurücksetzen möchten, öffnen Sie einfach das Programm erneut und klicken Sie auf dieselbe Kachel, um sie zu entsperren.
Methode 2: Gruppenrichtlinieneinstellungen anpassen (Für Pro/Enterprise)
Okay, diese Methode ist etwas komplexer und gilt nur für Windows 10 Pro oder Enterprise. Es geht darum, einige Einstellungen anzupassen, um Windows anzuweisen, die Standardeinstellungen von Apps nicht zurückzusetzen. Der Haken dabei ist, dass diese Methode nicht narrensicher ist und manche Updates Ihre Einstellungen möglicherweise überschreiben. Trotzdem ist es einen Versuch wert, wenn Sie sich mit dem Gruppenrichtlinien-Editor auskennen.
Öffnen Sie den Gruppenrichtlinien-Editor, indem Sie die entsprechende Taste drücken Win + R, geben Sie „Gruppenrichtlinien“ ein gpedit.mscund drücken Sie die Eingabetaste. Navigieren Sie zu:
- Computerkonfiguration > Administrative Vorlagen > Windows-Komponenten > Datei-Explorer
Suchen Sie nach der Option „Standard-App-Zuordnungsdatei festlegen“.Aktivieren Sie diese Einstellung und geben Sie eine benutzerdefinierte XML-Datei an, die Ihre Standard-Apps definiert. Dies ist etwas technisch, kann aber dazu beitragen, Ihre Standardeinstellungen zu sichern, sodass Windows sie nicht unerwartet zurücksetzt. Sie müssten die XML-Datei mit Ihren bevorzugten Zuordnungen erstellen, was möglicherweise übertrieben ist, es sei denn, Sie sind mit Befehlszeilentools vertraut.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Option „App-Einstellungen nach Windows-Update zurücksetzen“ über Registry-Änderungen zu deaktivieren. Gehen Sie dabei jedoch vorsichtig vor – diese Methoden sind etwas fortgeschritten. Normalerweise erfordern sie eine Sicherung der Registry und die Verwendung regeditvon Befehlen, was nicht für jeden geeignet ist.
Bei der Anpassung dieser Einstellungen ist mit etwas Ausprobieren und unerwartetem Windows-Verhalten zu rechnen. Manchmal halten selbst diese Optimierungen nach allen Updates nicht mehr, daher sind Drittanbieter-Tools wie „Stop Resetting My Apps“ in der Regel zuverlässiger.
Zusammenfassung
Das Verwalten dieser automatischen Zurücksetzungen kann lästig sein, aber die Verwendung des kostenlosen Programms Stop Resetting My Apps ist wahrscheinlich der einfachste Weg. Installieren Sie es einfach, sperren Sie Ihre Apps und vergessen Sie die Rücksetzung der Standardeinstellungen nach jedem Update. Für technisch versierte Nutzer kann das Experimentieren mit Gruppenrichtlinien oder Registry-Anpassungen hilfreich sein, aber diese sind nicht immer narrensicher und können kompliziert werden.
Hoffentlich spart das jemandem ein paar Stunden. Windows-Updates sind zwar immer noch etwas nervig, aber zumindest gibt es jetzt eine brauchbare Lösung, die nicht viel Aufwand erfordert.
Zusammenfassung
- Ich habe Stop Reset My Apps von der offiziellen Website heruntergeladen und ausgeführt.
- Ich habe auf die App-Kacheln geklickt, die ich als Standard beibehalten möchte.
- Die Standardeinstellungen blieben nach Windows-Updates stabil, zumindest vorerst.
Abschluss
Dass Windows 10 nach größeren Updates die App-Einstellungen zurücksetzt, ist ein ständiges Ärgernis. Die beste Lösung scheinen Drittanbieter-Tools wie Stop Resetting My Apps zu sein – sie funktionieren recht gut, ohne das System zu beschädigen. Wer lieber selbst Hand anlegt, kann Gruppenrichtlinien und Registry-Anpassungen nutzen, doch diese Methoden sind nicht immer zuverlässig und erfordern Vorsicht. Insgesamt erleichtern sie die Sache aber etwas, und wer weiß? Vielleicht wird das Problem in zukünftigen Updates endlich behoben.