So verhindern Sie, dass OneDrive Dateien auf dem Desktop und in den Dokumenten unter Windows 11 synchronisiert

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Die neuesten Windows 11-Updates scheinen ein Eigenleben zu führen und synchronisieren Dateien automatisch von Ihrem Desktop, aus den Ordnern „Dokumente“, „Bilder“, „Musik“ und „Videos“ mit OneDrive. Für manche ist das eine große Hilfe – quasi eine integrierte Datensicherung –, für andere, die andere Cloud-Dienste bevorzugen oder einfach mehr Kontrolle wünschen, ist es eher lästig. Nicht jeder möchte, dass jeder Schritt in OneDrive gespeichert wird, insbesondere wenn man Dropbox, Google Drive oder die lokale Speicherung gewohnt ist. Wenn Ihr PC Dateien ohne Nachfrage in OneDrive hochlädt, suchen Sie wahrscheinlich nach einer Möglichkeit, dies zu unterbinden. Zum Glück ist das möglich, und meistens genügen ein paar kleine Einstellungsänderungen.

Egal, ob Sie die Synchronisierung komplett deaktivieren oder nur die zu sichernden Ordner genauer festlegen möchten – dieser Leitfaden erklärt Ihnen die zwei wichtigsten Methoden. Spoiler: Beide Methoden erfordern einen Eingriff in die Einstellungen – entweder über die Einstellungen-App oder das OneDrive-Symbol in der Taskleiste – sind aber recht einfach, sobald man den Dreh raus hat. Ein paar Schalter, ein paar Klicks, eventuell ein Neustart, und schon werden Ihre Dateien seltener automatisch in OneDrive hochgeladen. Und ja, die Kontrolle darüber zu haben, ist in der Regel sehr willkommen, da Windows bei manchen Standardeinstellungen etwas aufdringlich sein kann. Also, los geht’s!

So verhindern Sie, dass Windows 11 Dateien automatisch in OneDrive sichert.

Methode 1: Deaktivieren der Ordnersynchronisierung über die Einstellungen

Diese Methode eignet sich gut für detaillierte Kontrolle – beispielsweise um Dokumente zu synchronisieren, den Desktop aber nicht. Dabei lässt sich der Synchronisierungsstatus direkt in den Windows-Sicherungseinstellungen verwalten. Dies ist in der Regel relevant, wenn Ihre Dateien in OneDrive landen, obwohl Sie dies nicht explizit so eingerichtet haben. Bei manchen Systemen kann dies etwas umständlich sein, da die Option versteckt ist, aber sobald man sie gefunden hat, ist sie sehr effektiv.

  • Öffnen Sie die Einstellungen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das Windows-Logo oder die Startschaltfläche klicken und Einstellungen auswählen.
  • Klicken Sie in der Seitenleiste auf „Konten“. Dort speichert Windows Ihre Kontoinformationen und Synchronisierungsoptionen.
  • Scrollen Sie nun rechts nach unten und klicken Sie auf „Windows-Sicherung“. Dies ist das Menü, über das Sie Sicherungen und Synchronisierungen für wichtige Ordner verwalten können.
  • Klicken Sie auf die Schaltfläche mit der Bezeichnung „Synchronisierungseinstellungen verwalten“. Dadurch wird ein Dialogfeld geöffnet, das den Synchronisierungsstatus des Ordners anzeigt.
  • In diesem Dialogfeld werden Ihre Ordner „Desktop“, „Dokumente“, „Musik“, „Bilder“ und „Videos“ aufgelistet. Um die Synchronisierung eines Ordners zu beenden, schalten Sie den Schalter daneben auf „ Aus“.
  • Schalten Sie beispielsweise den Schalter neben „Desktop“ aus, wenn dieser ohne Ihre Zustimmung gesichert wird.
  • Nachdem Sie Ihre Auswahl getroffen haben, klicken Sie auf „Änderungen speichern“.(Manchmal benötigt Windows einen Moment, um die Änderungen anzuwenden; in seltenen Fällen kann ein Neustart helfen.)

Diese Methode ist recht zuverlässig, da sie Windows genau mitteilt, welche Ordner synchronisiert werden sollen und welche nicht. Sie ist besonders praktisch, wenn Sie nur einige Ordner in OneDrive speichern möchten. Beachten Sie, dass die Deaktivierung bei manchen Versionen nicht immer sofort wirksam wird. In diesem Fall kann ein Neustart oder eine Ab- und erneute Anmeldung erforderlich sein.

Methode 2: Verwenden Sie das OneDrive-Taskleistensymbol zur schnellen Deaktivierung

Die zweite Option dient dazu, die Datensicherung direkt im Desktop-Client zu deaktivieren. Sie ist eine Art Abkürzung und eignet sich gut, wenn Sie OneDrive bereits über das Taskleistensymbol verwalten und alle automatischen Datensicherungen schnell und unkompliziert stoppen möchten, ohne sich durch Menüs klicken zu müssen.

  • Suchen Sie in Ihrer Windows 11-Taskleiste nach dem kleinen OneDrive-Cloud-Symbol. Falls es nicht sichtbar ist, klicken Sie auf den kleinen Pfeil nach oben, um die ausgeblendeten Symbole anzuzeigen.
  • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das OneDrive-Symbol und wählen Sie dann im Menü Einstellungen aus. Das Zahnradsymbol hilft Ihnen dabei.
  • Klicken Sie im Microsoft OneDrive-Einstellungsfenster auf die linke Registerkarte mit der Bezeichnung „Sichern“ oder „Synchronisieren und Sichern“ (abhängig von Ihrer Version).
  • Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche „ Sicherung verwalten“ neben „Wichtige PC-Ordner in OneDrive sichern“. Dadurch wird ein neues Dialogfeld geöffnet.
  • Hier finden Sie (in der Regel) Optionen für Desktop, Dokumente und Bilder. Deaktivieren Sie den Schalter neben jedem Ordner, den Sie nicht mehr synchronisieren möchten.
  • Bestätigen Sie die Aktion, falls Sie dazu aufgefordert werden – klicken Sie im Bestätigungs-Popup auf „ Sicherung stoppen“, um sicherzustellen, dass die Sicherung dieses Ordners beendet wird.
  • Klicken Sie anschließend einfach auf „Schließen“. Das war’s. Dateien aus deaktivierten Ordnern sollten nun nicht mehr hochgeladen werden.

Wenn das funktioniert, geht es recht schnell und effektiv. In manchen Fällen wird die Änderung nicht sofort wirksam, insbesondere wenn OneDrive oder das System ausgelastet war. Ein kurzer Neustart oder das Abmelden von OneDrive kann helfen, die Einstellungen zu übernehmen. Eine separate Anleitung beschreibt, wie Sie OneDrive vollständig deaktivieren. Diese Methode ist jedoch einfach, wenn Sie Backups nur vorübergehend oder gezielt stoppen möchten.

Windows macht es einem natürlich manchmal unnötig schwer. Das ist zwar etwas ärgerlich, aber diese Methoden funktionieren meistens. Auf dem einen Rechner werden die Einstellungen sofort gespeichert, auf dem anderen muss man sie nach einem Neustart eventuell noch einmal anpassen. Trotzdem ist es eine gute Möglichkeit, wieder etwas Kontrolle zu erlangen, insbesondere wenn man andere Cloud-Dienste bevorzugt oder einfach nicht möchte, dass die Ordner ständig OneDrive überladen.