So verbessern Sie die SSD- und HDD-Leistung unter Windows 10
Egal ob Sie herkömmliche Festplatten (HDDs) oder neuere SSDs verwenden: Regelmäßige Wartung Ihrer Laufwerke kann die Leistung von Windows 10 deutlich steigern. Das betrifft nicht nur die reine Geschwindigkeit, sondern auch die Start- und Ladezeiten Ihres PCs. Für alle, die lieber selbst Hand anlegen, bietet Windows das integrierte Dienstprogramm „Laufwerke optimieren“.Standardmäßig wird es wöchentlich durchgeführt, aber manchmal möchte man die Optimierung manuell vornehmen oder den Zeitplan anpassen.
Nur zur Info: Es funktioniert ausschließlich mit den Dateisystemen NTFS, FAT und FAT32. Andere Dateisysteme oder Netzlaufwerke werden nicht unterstützt. Auch Wechseldatenträger und Netzwerkfreigaben werden nicht optimiert, was ärgerlich ist, wenn diese zeitgesteuert ausgeführt werden sollen. Kommen wir nun zur korrekten Vorgehensweise.
SSDs und HDDs in Windows 10 optimieren
Öffnen Sie das Dienstprogramm „Laufwerke optimieren“.
- Geben Sie im Startmenü/in der Suchleiste „ Laufwerke defragmentieren und optimieren“Enter ein – wirklich, fangen Sie einfach an, das einzugeben, und es sollte sofort erscheinen. Klicken Sie darauf oder drücken Sie die entsprechende Taste.
- Dadurch öffnet sich ein Fenster, in dem alle angeschlossenen Laufwerke aufgelistet sind. Beachten Sie, dass Wechseldatenträger wie USB-Sticks oder Netzlaufwerke hier nicht angezeigt werden. Bei manchen Konfigurationen funktioniert der Optimierungsdienst für diese Datenträger auch nicht.
Auf Ihren Festplatten (HDDs) sehen Sie eine Spalte namens „Aktueller Status“, die den Fragmentierungsgrad angibt. Bei HDDs ist das besonders wichtig, da eine Defragmentierung die Geschwindigkeit deutlich erhöhen kann. Bei SSDs zeigt diese Spalte an, ob das Laufwerk optimiert werden muss oder wann die letzte Optimierung stattgefunden hat. Seltsamerweise wird manchmal „Optimierung erforderlich“ angezeigt, selbst wenn Sie das Tool noch nie auf der SSD ausgeführt haben, obwohl es sich um ein modernes Laufwerk handelt.
Manuell optimieren oder analysieren
- Klicken Sie auf das Laufwerk, das Sie optimieren möchten. Wenn Sie mit einem Benutzerkonto ohne Administratorrechte angemeldet sind, werden Sie möglicherweise zur Eingabe Ihrer Anmeldeinformationen aufgefordert – halten Sie diese also bereit.
- Klicken Sie auf die Schaltfläche „Optimieren“ und lassen Sie sich überraschen. Je nach Laufwerk und dessen Fragmentierungsgrad kann dies einige Minuten bis über eine Stunde dauern, insbesondere bei stark fragmentierten Festplatten.
- Bei HDDs können Sie zunächst auf „Analysieren“ klicken, um den Fragmentierungsgrad zu ermitteln. Ehrlich gesagt, scheint die Analyse auf manchen Rechnern nichts zu bewirken oder dauert ewig, aber es lohnt sich, sie auszuprobieren, wenn Sie neugierig sind. Bei SSDs kann die Analyse schnell erfolgen oder ganz übersprungen werden.
Bei manchen Systemen funktionierte die Optimierung einer Festplatte nach einem Neustart – bei anderen ließ sie sich erst nach einem Neustart ausführen. Windows muss einem das Leben manchmal einfach unnötig verkomplizieren.
Anpassung des Fahrplans zur Optimierung der Fahrten
Ändern Sie, wie oft Windows dies automatisch ausführt.
- Geben Sie „Laufwerke optimieren“ erneut in das Suchfeld ein und öffnen Sie es. Ja, am selben Ort wie zuvor.
- Klicken Sie auf „Einstellungen ändern“. Ein kleines Dialogfeld erscheint.
- Stellen Sie sicher, dass „Nach Zeitplan ausführen“ aktiviert ist. Wählen Sie dann Ihre bevorzugte Option: Täglich, Wöchentlich oder Monatlich. Für die meisten Nutzer reicht die monatliche Option aus, es sei denn, Sie möchten wirklich jedes Quäntchen Leistung herausholen.
- Und jetzt kommt der Clou: Sie können bestimmte Laufwerke manuell ausschließen. Klicken Sie neben „Laufwerke“ auf „Auswählen “ und deaktivieren Sie die Laufwerke, die Sie nicht benötigen. Denn natürlich muss Windows das Ganze unnötig kompliziert machen.
Bei den meisten Rechnern reicht es, den Vorgang wöchentlich oder monatlich laufen zu lassen. Wenn Sie Ihren PC jedoch täglich nutzen, empfiehlt sich eine häufigere Durchführung. Achten Sie dabei auf die Dauer – insbesondere bei Festplatten kann der Vorgang bei starker Fragmentierung recht langsam werden.
Hoffentlich hilft das jemandem, die Laufwerksoptimierung in den Griff zu bekommen, ohne sich die Haare zu raufen! Denkt daran: Regelmäßige Wartung ist zwar kein Allheilmittel, kann aber einen überraschenden Unterschied machen.
Zusammenfassung
- Öffnen Sie „Laufwerke defragmentieren und optimieren“ über das Startmenü.
- Analysieren und optimieren Sie Ihre Festplatten bei Bedarf manuell.
- Passen Sie den Zeitplan unter „Einstellungen ändern“ für regelmäßige automatische Ausführungen an.
- Sie können Laufwerke bei Bedarf von der automatischen Optimierung ausschließen.
Zusammenfassung
Sich die manuelle Optimierung der Laufwerke oder die Anpassung des Zeitplans anzugewöhnen, kann Windows flüssiger laufen lassen, insbesondere bei älteren Festplatten. SSDs profitieren in der Regel von weniger häufigen Optimierungen, manchmal genügt schon der geplante TRIM-Befehl, den Windows automatisch ausführt. Insgesamt ist es eine einfache Methode, die Systemleistung zu erhalten. Hoffentlich hilft dies dem einen oder anderen, die Wartungsroutine zu optimieren und Leistungseinbußen zu vermeiden.