So übertragen Sie Ihre Windows 11-Lizenz auf einen anderen Computer

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Die meisten neuen PCs werden mit vorinstalliertem Windows 11 ausgeliefert – es ist mittlerweile Standard. Doch was, wenn Sie ein Upgrade planen oder sich einen neuen Rechner zusammenstellen möchten? Der Kauf einer neuen Windows-11-Lizenz kann teuer sein, daher kann die Übertragung Ihrer bestehenden Lizenz Geld sparen. Natürlich ist das nicht immer einfach – manche Lizenzen sind an die alte Hardware gebunden und lassen sich nicht übertragen. Wenn Ihr PC mit vorinstalliertem Windows (OEM) geliefert wurde, ist diese Lizenz an das jeweilige Gerät gebunden. Daher ist der erste Schritt zu klären, ob Ihre Lizenz übertragbar ist.

Sobald Sie den Lizenztyp kennen, wird die Übertragung deutlich einfacher. Sie müssen die Lizenz auf Ihrem alten Rechner deaktivieren und sie dann mit wenigen Befehlen auf dem neuen aktivieren. Wichtig: Das funktioniert am besten mit einer Einzelhandelslizenz. OEM-Lizenzen sind fest an die Originalhardware gebunden, und der Versuch, diese zu übertragen, ist äußerst schwierig. Außerdem kann es manchmal etwas knifflig sein – bei manchen Systemen verläuft die Deaktivierung erst nach ein oder zwei Neustarts reibungslos. Lassen Sie sich also nicht entmutigen, wenn es nicht gleich beim ersten Mal klappt.

So übertragen Sie eine Windows 11-Lizenz auf einen neuen PC

Überprüfen Sie Ihren Windows 11-Lizenztyp

Der erste Schritt ist herauszufinden, ob Ihre Lizenz übertragbar ist. Ohne diese Information verschwenden Sie womöglich Zeit. Dies lässt sich ganz einfach über die Eingabeaufforderung überprüfen, was auch der schnellste Weg ist, da PowerShell ebenfalls funktioniert.

  • Öffnen Sie das Startmenü und geben Sie „Eingabeaufforderung“ ein. Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „ Als Administrator ausführen“. Falls Ihnen das nicht zusagt, funktioniert PowerShell genauso gut; die Befehle sind jedoch dieselben.
  • Geben Sie diesen Befehl ein und drücken Sie die Eingabetaste :
slmgr /dli
  • Achten Sie auf das erscheinende Dialogfeld. Darin finden Sie die Lizenzinformationen – suchen Sie nach „Beschreibung“ oder etwas Ähnlichem. Steht dort „Einzelhandel“, können Sie loslegen. Diese Lizenzart ist übertragbar. OEM-Versionen sind hier nicht flexibel, also machen Sie sich keine allzu großen Hoffnungen.
  • Profi-Tipp: Auf manchen Rechnern liefert dieser Befehl möglicherweise nicht alle Informationen oder zeigt eine etwas andere Formulierung an, aber im Allgemeinen gilt: „Retail“ = transferfreundlich.

    Finden Sie Ihren Produktschlüssel

    Sie benötigen den 25-stelligen Produktkey, um Windows auf Ihrem neuen Rechner zu aktivieren. Wenn Sie Windows direkt bei Microsoft im Einzelhandel erworben haben, finden Sie ihn normalerweise in Ihrer E-Mail. Manchmal befindet er sich auch in einer digitalen Geldbörse oder ist in Ihrem Microsoft-Konto gespeichert.

    Wenn Sie ein Gerät von einem Drittanbieter erworben haben, befindet sich der Produktkey normalerweise auf der Verpackung oder einer kleinen Karte im Inneren. Andernfalls können Sie ihn möglicherweise mit einem Tool wie Winhance finden – einer praktischen kleinen Anwendung, die Produktkeys und Lizenzinformationen Ihrer bestehenden Windows-Installation ausliest.

    Deaktivierung der Lizenz auf dem alten System

    Dieser Schritt ist entscheidend. Sie müssen die Lizenz von Ihrem aktuellen Rechner entfernen, da die Aktivierung sonst bei der erneuten Aktivierung auf dem neuen Rechner fehlschlagen könnte. Der Vorgang ist recht einfach:

    • Führen Sie die Eingabeaufforderung auf dem alten PC erneut als Administrator aus.
    • Zum Deaktivieren geben Sie einfach Folgendes ein:
    slmgr.vbs /upk
  • Dieser Befehl deinstalliert den Produktschlüssel und deaktiviert die Lizenz. Sie sollten eine Bestätigungsmeldung sehen. Manchmal ist ein Neustart erforderlich, um die Lizenz vollständig zu löschen.
  • Danach führen Sie Folgendes aus:
  • slmgr.vbs /cpky
  • Dadurch wird der Produktschlüssel aus der Registrierung gelöscht, was die Sicherheit erhöht und sicherstellt, dass er nicht mehr an die alte Hardware gebunden ist.
  • Hinweis: Manchmal verläuft dieser Schritt nicht reibungslos, insbesondere wenn Windows sich widerspenstig verhält. In den meisten Fällen funktioniert er jedoch einwandfrei. Auf manchen Rechnern müssen Sie die Befehle möglicherweise zweimal ausführen oder den Rechner zuerst neu starten.

    Reaktivierung auf dem neuen PC

    Sobald die Lizenz auf dem alten Rechner deaktiviert ist, kann sie endlich auf dem neuen verwendet werden. Folgendes ist zu tun:

    • Installieren Sie Windows 11 auf dem neuen Rechner, falls Sie dies noch nicht getan haben. Wählen Sie während der Installation „Überspringen“, wenn Sie keine Internetverbindung haben, oder fahren Sie direkt mit der Aktivierung fort.
    • Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator.
    • Geben Sie diesen Befehl ein und ersetzen Sie das X durch Ihren tatsächlichen Produktschlüssel:
    slmgr.vbs /ipk XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX-XXXXX
  • Alternativ können Sie dies über die Einstellungen tun: Startmenü > Einstellungen > System > Aktivierung, dann unter „Windows aktivieren“ auf Ändern klicken und dort Ihren Schlüssel eingeben.
  • Zum Abschluss führen Sie Folgendes aus:
  • slmgr.vbs /ato
  • Damit wird die Aktivierung gestartet. Sollte dies fehlschlagen, überprüfen Sie bitte den Schlüssel und Ihre Internetverbindung. Manchmal benötigt man nur ein paar Minuten länger oder einen Neustart, damit alles ordnungsgemäß registriert wird.
  • Und voilà – Ihre Lizenz sollte nun auf dem neuen System funktionieren. Behalten Sie den Aktivierungsstatus im Auge – Sie können ihn unter Einstellungen > System > Aktivierung überprüfen. Falls die Lizenz nicht aktiviert wird, handelt es sich möglicherweise um eine OEM-Lizenz oder der Lizenzschlüssel ist an die alte Hardware gebunden. In diesem Fall empfiehlt sich der Kauf einer neuen Lizenz.

    Zusammenfassung

    Dieser ganze Vorgang mag anfangs etwas kompliziert wirken, besonders wenn man nicht gewohnt ist, Befehle auszuführen oder mit Lizenzen zu arbeiten. Aber ehrlich gesagt: Wenn man sich an die Schritte hält – Lizenztyp prüfen, ordnungsgemäß deaktivieren und dann auf dem neuen PC aktivieren –, funktioniert es in der Regel. Wichtig ist nur: OEM-Lizenzen sind praktisch untrennbar mit der Originalhardware verbunden. Sie lassen sich also nicht übertragen, es sei denn, man hat die Lizenz im Einzelhandel erworben.

    Hoffentlich spart das Geld und Ärger – denn niemand kauft Windows gern zweimal, wenn es sich vermeiden lässt. Ich drücke die Daumen, dass es bei Ihnen funktioniert.

    Zusammenfassung

    • Prüfen Sie mit `slmgr /dli`, ob Sie eine Retail- oder OEM-Lizenz besitzen.
    • Suchen Sie Ihren Produktschlüssel (E-Mail, Drittanbieter-Tools oder Verpackung).
    • Deaktivieren Sie die Lizenz auf dem alten Rechner mit `slmgr.vbs /upk` und `slmgr.vbs /cpky`.
    • Geben Sie den Schlüssel auf dem neuen PC mit `slmgr.vbs /ipk` ein und aktivieren Sie ihn mit `slmgr.vbs /ato`.