So überprüfen Sie alle installierten Treiber unter Windows 10 und 11
Windows 10 und Windows 11 bringen eine Vielzahl generischer Treiber mit. Sie erkennen gängige Geräte recht gut und ermöglichen deren sofortige Nutzung, was sehr praktisch ist. Manchmal, insbesondere wenn man alle Funktionen eines Geräts nutzen oder ein Problem beheben möchte, ist es jedoch notwendig, genau zu wissen, welche Treiber installiert sind. Das kann mühsam sein, denn früher erforderte die vollständige Liste das Durchsuchen unzähliger Menüs oder die Verwendung nicht gerade intuitiver Befehle. Glücklicherweise hat Microsoft dies mit dem integrierten Geräte-Manager vereinfacht. Für einen schnelleren Zugriff oder detailliertere Informationen gibt es jedoch weitere Methoden – beispielsweise die Verwendung von Befehlszeilentools oder Drittanbieter-Dienstprogrammen. Zu wissen, wie man die installierten Treiber überprüft, kann viel Frust ersparen – insbesondere bei unerwartetem Verhalten von Geräten oder bei der Einrichtung eines neuen Systems.
So zeigen Sie alle installierten Treiber in Windows 10/11 an
Methode 1: Verwendung des Geräte-Managers
Das ist wahrscheinlich der einfachste Weg, den die meisten Leute aber gar nicht erst in Betracht ziehen. Der Geräte-Manager bietet eine gute Übersicht über alle Hardwaretreiber. Außerdem können Sie Treiber direkt dort aktualisieren, deinstallieren oder auf eine ältere Version zurücksetzen, was bei der Fehlersuche sehr praktisch ist. Da Windows 10/11 ihn bereits integriert hat, müssen Sie ihn nur noch öffnen.
Warum es hilft: Es ist schnell, benötigt keine zusätzliche Software und zeigt eine detaillierte Liste, sortiert nach Gerätetyp oder Treiberversion. Es kommt zum Einsatz, wenn Geräte nicht ordnungsgemäß funktionieren oder ein Treiberupdate Probleme verursacht hat.
Wann es zutrifft: In der Regel nach der Behebung von Geräteproblemen oder wenn man neugierig ist, was installiert ist.
Was Sie erwartet: Eine Liste mit Gerätenamen, Treiberanbietern, Versionen und gegebenenfalls Fehlermeldungen oder Warnungen, falls etwas nicht stimmt. Außerdem können Sie grundlegende Verwaltungsaufgaben durchführen, wie z. B.Treiber deinstallieren oder aktualisieren.
Manche wissen nicht, dass man die Ansicht ändern kann.Öffnen Sie daher den Geräte-Manager und klicken Sie auf „Ansicht“ > „Geräte nach Treiber“. In dieser Ansicht werden alle Treiber nach dem zugehörigen Gerät gruppiert angezeigt. Das ist besonders übersichtlich bei Rechnern mit vielen Hardwarekomponenten. Um den Geräte-Manager zu finden, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Startmenü und wählen Sie „ Geräte-Manager“ oder drücken Sie die entsprechende Taste Win + Xund wählen Sie ihn aus der Liste. Um wieder zur vorherigen Ansicht zurückzukehren, gehen Sie einfach zurück zu „Ansicht“ und wählen Sie „Geräte nach Typ“.
Methode 2: Verwendung der Eingabeaufforderung
Dieser Tipp richtet sich an alle, die gerne mit der Kommandozeile arbeiten oder schnell Daten abrufen möchten.Öffnen Sie die Eingabeaufforderung, indem Sie „CMD“ in das Startmenü oder die Suchleiste eingeben und anschließend die Eingabetaste drücken Enter. Geben Sie dann den Befehl ein driverqueryund drücken Sie die Eingabetaste Enter. Dieser Befehl listet alle installierten Treiber mit ihren Anzeigenamen, Modulnamen und Treiberanbietern auf.
Warum es hilfreich ist: Es ist unkompliziert, einfach auszuführen, und Sie können die Ausgabe bei Bedarf in einer Datei speichern, beispielsweise zu Fehlersuch- oder Vergleichszwecken.
Anwendungsfall: Wenn detailliertere Informationen benötigt werden oder wenn automatisierte Prüfungen auf mehreren Systemen per Skript durchgeführt werden.
Was Sie erwartet: Eine lange Liste von Treibern mit Details, die anfangs etwas überwältigend sein kann, aber Sie können sie nach Bedarf filtern oder exportieren.
Bonus-Tipp: Um die Liste in eine Textdatei zu exportieren, fügen Sie einfach.hinzu driverquery > C:\driverlist.txt. Ich bin mir nicht sicher, warum es funktioniert, aber manchmal hilft das Erstellen einer Datei bei der detaillierten Fehlersuche.
Methode 3: Verwendung von Drittanbietersoftware
Manchmal reichen die Windows-Tools nicht aus oder sind etwas umständlich. Es gibt ein kostenloses Tool namens InstalledDriversList von NirSoft, das die Anzeige aller Treiber deutlich vereinfacht. Einfach von der Webseite herunterladen. Es ist portabel, also keine Installation nötig.
Führen Sie das Programm aus, und Sie erhalten nahezu sofort eine detaillierte Liste aller Treiber, inklusive Treiberversion, Anbieter und Installationsdatum. Um mehr über einen bestimmten Treiber zu erfahren, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „ Eigenschaften“. Dies ist besonders hilfreich, um problematische Treiber zu identifizieren oder Updates zu überprüfen. Außerdem eignet es sich hervorragend, um nach größeren Updates oder Hardwareänderungen neu installierte Treiber im Blick zu behalten.
Meiner Erfahrung nach lädt dieses Tool auf manchen Systemen etwas langsam oder zeigt beim ersten Start nicht alles an, aber nach einem Neustart oder einem kurzen erneuten Scan funktioniert es meist einwandfrei. Und ja, die Nutzung solcher Drittanbieter-Tools kann enorm viel Zeit sparen, im Vergleich zum Herumprobieren mit den integrierten Windows-Optionen.
Zusammenfassung
- Verwenden Sie den Geräte-Manager für einen schnellen Überblick und die grundlegende Treiberverwaltung.
- Verwenden Sie
driverquerydie Eingabeaufforderung für detaillierte Auflistungen und Skripte. - Für detailliertere Informationen und eine einfachere Navigation können Sie Drittanbieter-Tools wie NirSoft’s InstalledDriversList ausprobieren.
Zusammenfassung
Den Überblick über die installierten Treiber zu behalten, ist gar nicht so kompliziert, wie es manchmal scheint. Mit integrierten Tools und kostenlosen Hilfsprogrammen lässt sich schnell herausfinden, was sich im System verbirgt. Das ist hilfreich, egal ob man Geräteprobleme behebt, Hardware aktualisiert oder einfach nur neugierig auf sein System ist. Auf dem einen Rechner ist das kinderleicht, auf dem anderen nicht so ganz – etwas seltsam, aber so ist Windows eben. Hoffentlich spart das dem einen oder anderen ein paar Stunden oder weist zumindest in die richtige Richtung, wenn etwas nicht stimmt. Es sind zwar nur ein paar Treiber, aber zu wissen, welche installiert sind, macht die Behebung von Hardwareproblemen viel weniger einschüchternd.