So teilen oder verbinden Sie einen Drucker mit mehreren Computern

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Die gemeinsame Nutzung eines Druckers durch mehrere Computer spart viel Geld und Platz – besonders, wenn man nicht für jedes Gerät einen neuen Drucker kaufen möchte. Das Prinzip ist einfach: Man schließt den Drucker an einen Haupt-PC oder Mac an, richtet die Freigabe ein, und schon können die anderen Geräte im Netzwerk Druckaufträge senden, als wäre der Drucker direkt angeschlossen. Klingt etwas ungewöhnlich, funktioniert aber meistens reibungslos, sobald alles richtig konfiguriert ist. Wenn es Ihnen wie mir geht, kennen Sie wahrscheinlich das Problem, dass der freigegebene Drucker einfach nicht angezeigt wird oder Druckaufträge hängen bleiben. Hier ist eine Anleitung, wie Sie das Ganze zum Laufen bringen, insbesondere unter Windows 10 oder 11. Denn dieses Betriebssystem macht es erstaunlich einfach – sobald man die Einstellungen gefunden hat.

So teilen Sie einen Drucker auf mehreren Windows-PCs (oder Macs, falls Sie das bevorzugen)

Schließen Sie den Drucker an Ihren Haupt-PC an.

Stellen Sie zunächst sicher, dass der Drucker an den Hauptrechner angeschlossen ist, der ihn später freigeben soll. Bei USB-Druckern genügt es, ihn anzuschließen und einzuschalten. Windows installiert die Treiber normalerweise automatisch. Falls nicht, laden Sie die neuesten Treiber direkt von der Website des Herstellers oder von der mitgelieferten CD herunter. Testen Sie den Druckvorgang zunächst von diesem PC aus, um sicherzustellen, dass alles funktioniert, bevor Sie den Drucker freigeben. Denn wenn der Host-PC nicht ordnungsgemäß drucken kann, kann es auch kein anderer. Und denken Sie daran: Der Host-Computer muss eingeschaltet bleiben, wenn andere drucken möchten – keine kurzen Pausen sind erlaubt.

Freigabe auf dem Hostrechner aktivieren

Dieser Schritt ist entscheidend, da Windows dies nicht sehr deutlich erklärt. Gehen Sie zu Systemsteuerung > Geräte und Drucker. Suchen Sie Ihren Drucker, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie Druckereigenschaften. Aktivieren Sie auf der Registerkarte Freigabe das Kontrollkästchen „Diesen Drucker freigeben “.Geben Sie ihm einen einfachen Namen – zum Beispiel „Heimdrucker“ –, damit er im Netzwerk leicht zu finden ist. Klicken Sie auf Übernehmen und dann auf OK. Dadurch steht der Drucker anderen Geräten offiziell zur Verfügung, muss aber noch konfiguriert werden.

Netzwerkermittlung und Dateifreigabe aktivieren

Windows macht diesen Schritt manchmal etwas kompliziert, aber er ist entscheidend. Gehen Sie in der Systemsteuerung zu Netzwerk- und Freigabecenter und klicken Sie auf Erweiterte Freigabeeinstellungen ändern. Aktivieren Sie unter Ihrem aktuellen Netzwerkprofil die Netzwerkermittlung und die Datei- und Druckerfreigabe. Ein kleiner Tipp: Windows verwendet standardmäßig einen Kennwortschutz, der verhindern kann, dass andere Geräte den Drucker finden. Deaktivieren Sie die kennwortgeschützte Freigabe vorübergehend, um die Netzwerkermittlung zu vereinfachen. Andernfalls müssen Sie sich mit Ihren Anmeldeinformationen anmelden.

Verbinden Sie weitere PCs mit dem freigegebenen Drucker

Wechseln Sie nun zu den anderen Computern. Stellen Sie sicher, dass diese mit demselben WLAN oder LAN verbunden sind. Gehen Sie dann zu Einstellungen > Geräte > Drucker & Scanner. Klicken Sie auf Drucker oder Scanner hinzufügen. Windows sucht nach verfügbaren Druckern – Ihr freigegebener Drucker sollte angezeigt werden. Falls ja, wählen Sie ihn aus und klicken Sie auf Gerät hinzufügen. Falls nicht, klicken Sie auf den Link „ Der gewünschte Drucker ist nicht aufgeführt“. Wählen Sie die Option „Hinzufügen über Netzwerkpfad“ und geben Sie den Namen des Host-PCs und des Druckers ein, z. B.„<Druckername>“ \\HostPCName\PrinterName.

Bei manchen Konfigurationen wird der Netzwerkpfad nicht automatisch erkannt oder das Gerät ist durch Firewall-Regeln verborgen – in diesem Fall müssen Sie ihn manuell eingeben. Achten Sie dabei auf Genauigkeit und überprüfen Sie die Schreibweise.

Testen Sie die Einrichtung

Drucken Sie ein Testdokument von einem der sekundären Drucker und prüfen Sie, ob der Druckvorgang erfolgreich ist. Falls nicht, überprüfen Sie, ob der Host-PC aktiv und mit dem Netzwerk verbunden ist. Stellen Sie außerdem sicher, dass der Drucker auf dem Host-PC online ist. Manchmal kann ein Neustart des PCs oder Druckers das Problem beheben. In einem Fall, mit dem ich zu tun hatte, war ein Neustart des Client-Rechners erforderlich, damit der neue Drucker endlich erkannt wurde – äußerst ärgerlich, aber letztendlich hat es funktioniert.

Was tun, wenn es nicht funktioniert? Häufige Probleme beheben

Wenn der freigegebene Drucker weiterhin nicht angezeigt wird oder Druckaufträge nicht ausgeführt werden, überprüfen Sie zunächst Ihre Netzwerkeinstellungen. Befinden sich alle Geräte im selben WLAN oder Ethernet-Netzwerk? Stellen Sie außerdem sicher, dass die Netzwerkermittlung und die Datei- und Druckerfreigabe aktiviert sind. Windows deaktiviert diese Funktionen manchmal bei Updates oder anderen Einstellungsänderungen. Ein Neustart des Computers oder Routers kann ebenfalls helfen. Firewall-Regeln sind dafür bekannt, die Druckerfreigabe zu blockieren – deaktivieren Sie die Firewall vorübergehend oder fügen Sie Ausnahmen für die Datei- und Druckerfreigabe hinzu.

Noch etwas: Stellen Sie sicher, dass alle Ihre Treiber aktuell sind. Die Treiber des Herstellers sind oft besser als generische Windows-Treiber. Falls Sie zuvor Treiberprobleme hatten, besuchen Sie die Website des Druckerherstellers, um die neueste Version herunterzuladen, insbesondere im Hinblick auf die Kompatibilität mit Windows 11.

Zusätzliche Tipps für ein reibungsloseres Teilen

Schalten Sie den Host-PC ein, sobald jemand drucken möchte, da die Druckaufträge über diesen Rechner laufen. Achten Sie auf eine stabile Netzwerkverbindung und vermeiden Sie während des Druckens umfangreiche Downloads im selben WLAN – eine Überlastung des WLANs kann zu Verzögerungen oder Fehlern führen. Benennen Sie Ihren freigegebenen Drucker außerdem eindeutig. Wenn jemand in der Liste verzweifelt nach „Bürodrucker“ sucht, spart eine klare Bezeichnung Zeit.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie schließlich einen dedizierten Netzwerkdrucker in Betracht ziehen. Dieser wird direkt an Ihren Router angeschlossen, ein Host-PC ist nicht erforderlich – allerdings sind die Anschaffungskosten etwas höher.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich einen Drucker freigeben, ohne dass mein Hauptcomputer eingeschaltet bleibt?

Nein. Sofern es sich nicht um einen Netzwerk- oder WLAN-Drucker handelt, der direkt mit dem LAN verbunden ist, muss der Host-PC eingeschaltet und online sein. Wenn alle sofortigen Zugriff haben sollen, ist ein dedizierter Netzwerkdrucker die beste Lösung.

Ist die Druckerfreigabe sicher?

Grundsätzlich ja – vorausgesetzt, Sie aktivieren den Passwortschutz und teilen Ihr Netzwerk nur innerhalb Ihres vertrauenswürdigen Netzwerks. Vermeiden Sie es, die Freigabe für öffentliche WLAN-Netze ohne Einschränkungen zu erlauben.

Warum wird mein freigegebener Drucker auf anderen Computern nicht angezeigt?

Meist liegt es daran, dass die Netzwerkermittlung oder die Dateifreigabe deaktiviert ist oder Firewalls den Datenverkehr blockieren. Stellen Sie sicher, dass beides aktiviert ist und sich Ihre Geräte im selben Netzwerk befinden.

Kann ich einen Drucker zwischen Windows und Mac gemeinsam nutzen?

Ja, aber es ist etwas komplizierter. Möglicherweise müssen Sie die passenden Treiber auf dem Mac installieren oder die SMB-Freigabe aktivieren. Oft vereinfacht die Verwendung eines Netzwerkdruckers das Ganze.

Was ist der Unterschied zwischen gemeinsam genutzten und Netzwerkdruckern?

Ein gemeinsam genutzter Drucker ist an einen einzelnen PC angeschlossen und über diesen zugänglich, während ein Netzwerkdrucker sich direkt per WLAN oder Ethernet mit Ihrem Netzwerk verbindet. Beide Varianten haben ihre Vorteile, Netzwerkdrucker sind jedoch für viele Benutzer in der Regel zuverlässiger.

Hoffentlich spart Ihnen das ein paar Stunden Herumprobieren und hilft Ihnen, die Druckerfreigabe zuverlässig einzurichten. Denken Sie daran: Überprüfen Sie zuerst die Grundlagen und vergessen Sie nicht, Ihre Systeme auf dem neuesten Stand zu halten.