So rufen Sie Ihren Windows 7/8-Produktkey von einem nicht bootfähigen Laufwerk ab

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Wenn Ihr Windows-Rechner nicht mehr startet – vielleicht stürzt er beim Hochfahren ab oder hängt in einer Boot-Schleife fest –, kann die Wiederherstellung des Windows-Produktschlüssels zu einer echten Herausforderung werden. Läuft Windows normalerweise, lässt sich der Schlüssel mithilfe von Drittanbieter-Tools wie Winhance oder ähnlichen Programmen finden, die die Registry scannen. Startet Ihr PC jedoch gar nicht erst, sieht die Sache ganz anders aus. Dann ist die Erstellung eines bootfähigen Wiederherstellungsmediums nicht nur hilfreich, sondern unerlässlich. Wichtig: Sie benötigen einen anderen funktionierenden PC, um das Wiederherstellungsmedium vorzubereiten, denn der nicht startfähige Rechner wird natürlich nicht mitspielen.

Bei dieser Vorgehensweise wird mithilfe eines bootfähigen Mediums wie einem USB-Stick oder einer DVD eine minimale Systemumgebung geladen, sodass Sie den Produktkey direkt vom defekten Gerät auslesen können. Das ist etwas umständlich – da Tools heruntergeladen, Medien erstellt, BIOS-Einstellungen angepasst usw.werden müssen –, aber oft die einzige Möglichkeit. Rechnen Sie mit einigen zusätzlichen Schritten, etwas Geduld und möglicherweise mit Anpassungen der Bootreihenfolge im BIOS. Je nach Hardware und USB-Qualität kann die Wiederherstellung beim ersten Mal fehlschlagen oder mehrere Versuche erfordern. Wenn es aber funktioniert, erhalten Sie den Key – notiert oder auf der Zwischenablage – und genau das ist das Ziel.

So stellen Sie Ihren Windows-Produktschlüssel von einem nicht startfähigen PC wieder her

Bereiten Sie die Wiederherstellungsmedien von einem funktionierenden PC vor.

Laden Sie die Software Recover My Password Home Edition von der offiziellen Website ( offizieller Download-Link ) auf einen Windows-Rechner herunter. Installieren Sie das Programm und starten Sie es. Suchen Sie auf dem Hauptbildschirm nach der Option zum Erstellen eines bootfähigen Datenträgers – entweder eines USB-Sticks oder einer CD/DVD. Die Option ist üblicherweise mit „Bootfähige CD/USB brennen“ beschriftet – klicken Sie darauf. Wählen Sie das Zielgerät aus: Ihren USB-Stick oder Ihre optische Disk aus der Liste. Achtung: Bei Verwendung eines USB-Sticks wird dieser formatiert und alle Daten werden gelöscht. Sichern Sie Ihre Daten daher nach Möglichkeit vorher. Klicken Sie auf Übernehmen oder Brennen, um das bootfähige Medium zu erstellen. Dies kann einige Minuten dauern – nutzen Sie die Wartezeit für einen Kaffee. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, wird eine Meldung angezeigt, dass die Wiederherstellungs-CD/DVD fertig ist. Beenden Sie die Anwendung.

Starten Sie den nicht startfähigen PC von den Wiederherstellungsmedien.

– Legen Sie den Wiederherstellungs-USB-Stick oder die -DVD in den defekten PC ein.- Starten Sie den PC neu. Je nach Mainboard/Hersteller müssen Sie möglicherweise eine Taste drücken (z. B.F12, F2, Entf oder Esc), um auf die BIOS/UEFI-Einstellungen zuzugreifen.- Ändern Sie die Bootreihenfolge, um dem USB-/DVD-Laufwerk Priorität einzuräumen. Die Vorgehensweise ist je nach Gerät unterschiedlich. Schlagen Sie gegebenenfalls im Handbuch Ihres Mainboards nach.- Speichern Sie die Änderungen und starten Sie den PC neu. Im Idealfall startet der PC nun in der Wiederherstellungsumgebung.

Wählen Sie die Wiederherstellungsoptionen aus und finden Sie Ihren Produktschlüssel.

– Wählen Sie nach dem Laden Lazesoft Live CD [EMS aktiviert] oder eine ähnliche Wiederherstellungsumgebung. Es sollte eine minimalistische, Windows-ähnliche Oberfläche angezeigt werden.- Starten Sie das Dienstprogramm Windows-Produktschlüssel wiederherstellen.- Klicken Sie auf Weiter oder Ähnliches und warten Sie einen Moment. Das Tool durchsucht die Registrierung nach dem eingebetteten Produktschlüssel.- Ihr Schlüssel wird angezeigt. Notieren Sie ihn, fotografieren Sie ihn oder speichern Sie ihn an einem sicheren Ort.- Beenden Sie das Dienstprogramm, entfernen Sie das USB-Laufwerk/die DVD und starten Sie Ihren PC neu.

Es ist etwas seltsam, aber diese Methode funktioniert in der Regel zuverlässig, solange die PC-Hardware nicht komplett defekt ist. Ich bin mir nicht sicher, warum, aber die Erstellung des Installationsmediums auf einem anderen PC scheint die größte Hürde zu sein – andererseits macht Windows einem die Dinge immer unnötig schwer. Je nach BIOS-Konfiguration kann das Booten von USB/DVD etwas knifflig sein, also seien Sie auf einige Versuche gefasst. Die Methode funktioniert übrigens mit vielen Windows-Versionen – von XP und Vista bis hin zu Windows 7 und Windows 8 –, wobei ich die besten Ergebnisse mit Windows-7-Rechnern erzielt habe.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass dieser Vorgang nicht für den täglichen Gebrauch geeignet ist; er sollte nur als letzter Ausweg dienen, wenn Windows sich gar nicht mehr starten lässt. Im Idealfall erhalten Sie so den Produktkey, den Sie für die Neuinstallation oder Aktivierung benötigen. Seien Sie jedoch vorsichtig mit den Wiederherstellungsdatenträgern – sie könnten die Festplatte löschen, wenn Sie nicht aufpassen.

Zusammenfassung

  • Laden Sie die Wiederherstellungssoftware auf einen funktionierenden PC herunter.
  • Erstellen Sie einen bootfähigen USB-Stick oder eine DVD mit Wiederherstellungsmedien
  • Ändern Sie die Bootreihenfolge im BIOS, um von externen Medien zu booten.
  • Verwenden Sie die Wiederherstellungsumgebung, um den Windows-Produktschlüssel abzurufen.

Zusammenfassung

Hoffentlich erspart das jemandem viel Ärger, wenn Windows mal wieder streikt. Es ist zwar etwas aufwendig, aber das Erstellen der Wiederherstellungsmedien und das Starten davon ist gar nicht so kompliziert, wie es aussieht – nur nicht vergessen, die Daten zu sichern, bevor man Festplatten formatiert. Wenn dadurch auch nur ein weiterer Rechner wieder startet und der Produktkey wiederhergestellt werden kann, ist das schon ein Erfolg. Daumen drücken!