So richten Sie Windows 7 auf VirtualBox ein
Windows 7 auf einer virtuellen Maschine zum Laufen zu bringen, klingt einfach, doch es können ein paar Probleme auftreten, wenn man nicht aufpasst. VirtualBox stürzt vielleicht während der Einrichtung ab oder die VM läuft extrem langsam – das ist ziemlich frustrierend. Der Vorteil ist: Wenn Sie Windows 7 auf Ihrem Hauptbetriebssystem XP oder Vista nutzen, aber es unbedingt testen möchten, kann VirtualBox Ihnen viel Ärger ersparen, insbesondere wenn Sie nur mal reinschnuppern oder Ihr System noch nicht komplett neu aufsetzen wollen. Es ist auch hilfreich, wenn Sie bestimmte Windows-7-Software ausführen müssen, ohne Ihr Hauptbetriebssystem wechseln zu müssen. Hier finden Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit einigen technischen Details, damit Sie nichts verpassen, was Ihnen Probleme bereiten könnte.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung von Windows 7 auf VirtualBox
VirtualBox und Windows 7 RC herunterladen
Als Erstes benötigst du VirtualBox. Es ist kostenlos und die Installation ist wirklich einfach. Außerdem brauchst du eine Windows 7 RC ISO-Datei – oder eine andere inoffizielle Version, falls du nur etwas testen möchtest. Beachte aber, dass die RC-Version nicht mehr offiziell unterstützt wird, aber für Forschungszwecke und Tests ist sie ausreichend. Lade sie unbedingt von einer vertrauenswürdigen Quelle herunter, um dubiose Angebote zu vermeiden.
Installieren Sie VirtualBox.
Folgen Sie dem Installationsassistenten – ganz einfach und unkompliziert. Windows macht es einem natürlich unnötig schwer; manchmal muss man einfach ein paar Mal auf „Weiter“ klicken, um die Installation abzuschließen. Starten Sie nach der Installation VirtualBox. Wenn Sie zur Registrierung aufgefordert werden, können Sie entweder Ihre Daten eingeben oder den Vorgang mit einem Klick auf „Abbrechen“ überspringen – für diesen Zweck spielt das keine Rolle.
Erstellen Sie eine neue VM und konfigurieren Sie die Optionen.
Klicken Sie in VirtualBox auf die Schaltfläche „Neu“. Der Assistent für neue virtuelle Maschinen wird angezeigt. Benennen Sie Ihre VM beispielsweise „Windows 7 Test“.Wählen Sie unter „Typ “ die Option „Microsoft Windows “ und unter „Version“ die Option „Windows 7“. Klicken Sie anschließend auf „Weiter“.
RAM zuweisen – nicht übertreiben
Als Nächstes legen Sie den Arbeitsspeicher (RAM) fest. Hier machen manche Benutzer einen Fehler: Weisen Sie weder zu wenig noch zu viel zu. Microsoft empfiehlt mindestens 1 GB (1024 MB), also verwenden Sie diesen Wert vorsichtshalber. Wenn Ihr Hostsystem über mehr RAM verfügt, weisen Sie bei Bedarf mehr zu. Für grundlegende Tests reichen 1 GB jedoch in der Regel aus. Bei manchen Systemen kann zu viel RAM zu Leistungsproblemen führen. Halten Sie sich daher im Zweifelsfall an das Minimum. Klicken Sie auf „Weiter“.
Erstellen Sie Ihre virtuelle Festplatte
Nun zum wichtigsten Punkt – der virtuellen Festplatte. Wählen Sie „ Neue Festplatte erstellen“. Als Festplattentyp ist dynamisch erweiterbarer Speicher in den meisten Fällen besser geeignet, da er nicht sofort Speicherplatz belegt, sondern mit der Nutzung (bis zum von Ihnen festgelegten Limit) wächst. Wenn Sie die genaue Größe von Anfang an festlegen möchten, wählen Sie „ Fester Speicher“.Geben Sie bei Aufforderung 20 GB als Festplattengröße ein. Das ist für Windows 7 RC ausreichend, da hier 16–20 GB freier Speicherplatz empfohlen werden. Sie können den Speicherplatz später erhöhen, wenn Sie mehr benötigen, aber 20 GB sind ein guter Anfang. Klicken Sie auf „Fertig stellen“, um die Festplatte zu erstellen.
VM-Einstellungen konfigurieren: ISO laden und Hardware anpassen
Klicken Sie im linken Bereich auf Ihre VM und anschließend auf „Einstellungen“. Unter „Speicher“ sehen Sie ein CD-Symbol mit der Bezeichnung „Leer“. Klicken Sie darauf und anschließend rechts auf das Symbol für optische Datenträger. Wählen Sie Ihre Windows 7-ISO-Datei aus. Falls Sie eine physische DVD besitzen, können Sie auch Ihr DVD-Laufwerk auswählen – wählen Sie dazu einfach Ihr Host-Laufwerk aus.Überprüfen Sie unter dem Reiter „System“ die Startreihenfolge. Diese sollte optische Datenträger oder ISO-Dateien priorisieren. Erhöhen Sie außerdem unter „Anzeige“ den Videospeicher, falls Sie viele grafikintensive Tests durchführen möchten.
Starten Sie den Installationsprozess
Sobald alles eingerichtet ist, klicken Sie auf „Starten“. Ein Fenster der virtuellen Maschine öffnet sich, und der Windows 7-Installer sollte von der ISO-Datei starten. Normalerweise wird eine kurze Meldung zum Host-Schlüssel angezeigt (oftmals „hostkey“ Right Ctrl) – lesen Sie diese einfach, klicken Sie aber höchstwahrscheinlich auf „OK“.Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm. Wenn Sie die ISO-Datei verwenden, wird diese automatisch erkannt. Wählen Sie Ihre Sprache aus, klicken Sie auf „ Weiter“ und anschließend auf „Jetzt installieren“.
Schließen Sie die Installation von Windows 7 ab.
Geben Sie bei Aufforderung Ihren Produktschlüssel ein, falls vorhanden, oder überspringen Sie diesen Schritt, wenn Sie das Produkt testen. Wählen Sie die Option „Benutzerdefiniert (erweitert)“ und anschließend die virtuelle Festplatte für die Installation. Das Setup kopiert Dateien und startet den Computer mehrmals neu. Währenddessen können vereinzelt Grafikprobleme auftreten; dies ist in virtuellen Umgebungen normal.
Optimierungen und Tipps nach der Installation
Nach der Installation von Windows 7 installieren Sie die Gasterweiterungen (über das Menü „Geräte“ → „Gasterweiterungen-CD einlegen“).Dies verbessert die Leistung, die Maussteuerung und die Bildschirmauflösung. Sollten Sie Ruckler oder Bildflimmern feststellen, kann die Anpassung der RAM- oder Grafikeinstellungen der virtuellen Maschine unter „Einstellungen“ Abhilfe schaffen. Manchmal ist ein Neustart oder eine kurze Änderung der Netzwerkeinstellungen der virtuellen Maschine erforderlich, damit alles reibungslos funktioniert.
Ehrlich gesagt kann der ganze Prozess etwas fehleranfällig sein, besonders wenn Ihr Host-Rechner über begrenzte Ressourcen verfügt oder es sich bei der ISO-Datei um eine inoffizielle Version handelt. Es erfordert etwas Ausprobieren, aber sobald es läuft, können Sie unbesorgt testen oder einfach in Windows 7 herumexperimentieren, ohne Ihr Hauptsystem zu gefährden.