So registrieren Sie Geräte manuell für Autopilot in Windows 11 oder 10
Die Integration einer Vielzahl vorhandener Windows-Geräte in Autopilot kann sich als echte Herausforderung erweisen, wenn man sich nicht auskennt. Normalerweise übernehmen die Hersteller die Geräteregistrierung im Voraus. Was aber, wenn man ältere Rechner oder Testgeräte hat, die nicht registriert sind? Hier kommt die manuelle Registrierung ins Spiel: Man ermittelt den Hardware-Hash des Geräts mit PowerShell und lädt ihn in das Microsoft Intune-Portal hoch. Klingt etwas ungewöhnlich, funktioniert aber. Hat man den Dreh erst einmal raus, lassen sich auch hartnäckige Geräte schnell in das Autopilot-Bereitstellungssystem integrieren, was später viel Zeit bei der Einrichtung spart.
Wie man Geräte in Windows 11 oder Windows 10 manuell bei Autopilot registriert
PowerShell als Administrator öffnen
Als Erstes muss PowerShell mit Administratorrechten ausgeführt werden. Ohne diese Berechtigungen geht es nicht. Unter Windows 11 tippen Sie auf das Startmenü, geben „PowerShell“ ein, klicken mit der rechten Maustaste auf „Windows PowerShell“ und wählen „ Als Administrator ausführen“. Unter Windows 10 ist die Vorgehensweise dieselbe. Falls eine Benutzerkontensteuerungsabfrage erscheint, klicken Sie auf „Ja“. Sobald sich ein Fenster mit blauem Hintergrund öffnet, können Sie loslegen. Falls es sich um die Standardversion von PowerShell handelt, schließen Sie diese und öffnen Sie sie anschließend ordnungsgemäß neu – einige Befehle funktionieren nicht ohne Administratorrechte. Ja, Windows macht es einem unnötig schwer.
Installieren Sie das Autopilot-Skript – Get-WindowsAutopilotInfo
Dieses Tool ermittelt den Hardware-Hash des Geräts. Microsoft stellt es in der PowerShell Gallery bereit. Führen Sie in Ihrem PowerShell-Administratorfenster folgenden Befehl aus:
Install-Script -Name Get-WindowsAutopilotInfo
Wenn Sie eine Warnung bezüglich der Vertrauenswürdigkeit der Quelle erhalten, geben Sie „J“ ein und drücken Sie die Eingabetaste. Falls PowerShell einen Ausführungsrichtlinienfehler ausgibt, legen Sie diesen wie folgt fest:
Set-ExecutionPolicy RemoteSigned
Bestätigen Sie anschließend mit Y. Manchmal lässt sich das Skript aufgrund von Sicherheitseinstellungen nicht beim ersten Versuch installieren. Machen Sie sich also keine Sorgen, wenn Sie diesen Befehl vorher ausführen müssen.
Erstellen Sie die Hardware-Hash-CSV-Datei
Nun zum Hauptteil – der Generierung des Hardware-Hashs. Führen Sie im PowerShell-Fenster folgenden Befehl aus:
Get-WindowsAutopilotInfo.ps1 -OutputFile C:\AutopilotHWID.csv
Dieses Skript scannt Ihre Gerätehardware und erstellt eine CSV-Datei namens AutopilotHWID.csv auf Ihrem Laufwerk C:.Das mag etwas ungewöhnlich klingen, aber Microsoft benötigt diese Datei, um Ihr Gerät zu erkennen. Je nach Hardware kann dies einige Augenblicke dauern. Haben Sie also Geduld und schließen Sie PowerShell nicht während des Vorgangs. Sollten Sie die Datei anschließend nicht finden, überprüfen Sie den Ausgabepfad oder führen Sie den Befehl erneut aus.
Laden Sie die CSV-Datei in Microsoft Intune hoch.
Sobald die CSV-Datei fertig ist, melden Sie sich mit einem Administratorkonto im Microsoft Intune Admin Center an. Sie benötigen hierfür Berechtigungen zur Geräteverwaltung – als normaler Benutzer funktioniert dies nicht.
Navigieren Sie zum Abschnitt „Autopilotgeräte“.
- Click -Geräte
- Wählen Sie Windows.
- Gehen Sie anschließend zur Windows-Registrierung.
Klicken Sie hier unter Windows Autopilot auf „Geräte “.Wenn Sie dies zum ersten Mal tun, ist die Liste leer – keine Sorge. Hier fügen Sie Ihre Geräte hinzu.
Laden Sie die Hardware-Hash-CSV-Datei hoch.
Klicken Sie auf die Schaltfläche „Importieren“, navigieren Sie zu Ihrer CPU und wählen Sie C:\AutopilotHWID.csv aus. Klicken Sie auf „Hochladen“ und warten Sie einen Moment. Das Portal verarbeitet die Daten und ordnet den Hardware-Hash Ihrer Organisation zu. Verlassen Sie den Tab daher nicht zu schnell; dies kann einige Minuten dauern. Manchmal wird der Status zunächst als „Ausstehend“ angezeigt und wechselt dann zu „Abgeschlossen“ – das ist normal. Aktualisieren Sie die Seite einfach, falls der Status nach einiger Zeit immer noch „Ausstehend“ lautet.
Prüfen Sie, ob das Gerät registriert ist.
Sobald der Import abgeschlossen ist, sollte Ihr Gerät in der Liste mit Details wie Seriennummer, Modell, Hersteller und zugewiesenem Benutzer angezeigt werden. Ist es dort zu finden, herzlichen Glückwunsch – das Gerät ist nun im Autopilot-System. Falls nicht, überprüfen Sie bitte, ob Ihre CSV-Datei korrekt generiert wurde und beim Upload kein Fehler aufgetreten ist.
Weisen Sie ein Autopilot-Bereitstellungsprofil zu.
Abschließend müssen Sie Windows mitteilen, wie das Gerät bei der Ersteinrichtung konfiguriert werden soll. Gehen Sie im Bereich „Autopilot“ zu „ Bereitstellungsprofile“. Falls bereits ein Profil vorhanden ist, weisen Sie es einfach zu. Andernfalls erstellen Sie ein neues Profil und wählen Sie Optionen wie „ Benutzergesteuert“, „Azure AD Join“, „Datenschutzeinstellungen überspringen“ usw. Diese Einstellungen beschleunigen und automatisieren die Einrichtung für die Benutzer. Nach der Zuweisung des Profils dauert die Synchronisierung einige Minuten. Anschließend ist das Gerät bereit für die Bereitstellung.
Setzen Sie das Gerät (falls erforderlich) zurück, um den Autopiloten zu aktivieren.
Wenn das Gerät bereits in Gebrauch ist, sollten Sie es wahrscheinlich zurücksetzen. Gehen Sie zu Einstellungen > System > Wiederherstellung > Diesen PC zurücksetzen. Wählen Sie die Option „Alles löschen“, wenn Sie das Gerät komplett neu aufsetzen möchten. Nach dem Neustart sollte das Gerät das Autopilot-Profil erkennen und die automatische Bereitstellung starten. Dazu benötigt es natürlich eine Internetverbindung, um die Microsoft-Server zu erreichen und die Profilinformationen abzurufen.
Warum den Autopiloten nutzen?
Ehrlich gesagt mag dieser ganze Prozess kompliziert erscheinen, aber er lohnt sich enorm. Er automatisiert die Geräteregistrierung, die Profileinrichtung, die Anwendungsinstallation und das Branding – die manuelle Konfiguration jedes einzelnen Geräts entfällt also. Besonders praktisch ist das bei Remote-Setups, wo der direkte Versand der Geräte an die Nutzer viel Zeit und Aufwand spart. Sobald alles eingerichtet ist, muss die IT-Abteilung sich nicht mehr um die einzelnen Geräte kümmern – ein echter Produktivitätsgewinn.
Tipps & Vorsichtsmaßnahmen
- Stellen Sie vor dem Start sicher, dass das Gerät über eine stabile Internetverbindung verfügt. Ein Gerät ohne Verbindung kann den Hardware-Hash nicht korrekt generieren.
- Bearbeiten Sie die CSV-Datei nicht manuell, es sei denn, Sie möchten den Importvorgang unterbrechen. Lassen Sie sie unverändert.
- Führen Sie PowerShell jedes Mal als Administrator aus, um Berechtigungsprobleme oder Skriptfehler zu vermeiden.
- Sichern Sie diese Hardware-Hash-Datei – sie ist einzigartig und enthält gerätespezifische Informationen, die nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen.
- Es kann etwas dauern, bis Microsoft nach dem Hochladen alles synchronisiert hat. Schließen Sie Ihren Browser nicht vorzeitig.
- Beim Zurücksetzen wird das Betriebssystem gelöscht, die Autopilot-Registrierung jedoch nicht – es sei denn, Sie entfernen sie manuell aus Intune.
Häufig gestellte Fragen
Ist Windows Autopilot in Windows 11 und Windows 10 verfügbar?
Ja, beide Betriebssystemversionen werden unterstützt. Stellen Sie lediglich sicher, dass Ihre Hardware die Anforderungen von Microsoft erfüllt.
Benötige ich Microsoft Intune für Autopilot?
In den meisten Fällen ja. So verwalten Sie Geräte, Profile und Bereitstellungseinstellungen. Es gibt zwar Alternativen, aber Intune ist der Standard.
Was genau ist ein Hardware-Hash?
Dies ist ein einzigartiger digitaler Fingerabdruck, der aus mehr als einem Dutzend Hardwarekomponenten generiert wird. So erkennt Microsoft Geräte bei der Registrierung.
Können alte PCs manuell registriert werden?
Absolut. Solange man PowerShell ausführen und den Hardware-Hash ermitteln kann, ist es machbar.
Warum hängt der Import im Status „Ausstehend“ fest?
Normalerweise liegt es einfach an einer Verzögerung bei der Cloud-Synchronisierung von Microsoft. Warten Sie ein paar Minuten oder aktualisieren Sie die Seite. Das kommt häufig vor, insbesondere bei großen Mandanten.
Ist während der Einrichtung eine Internetverbindung erforderlich?
Damit Autopilot reibungslos funktioniert, ja. Es muss Microsoft-Server kontaktieren, um das Bereitstellungsprofil anzuwenden.
Kann ich mehrere Hardware-Hashes gleichzeitig hochladen?
Ja. Sammeln Sie mehrere Hashwerte und kombinieren Sie diese zu einer CSV-Datei für den Batch-Upload. Das erleichtert die Sache ungemein.
Wird die Autopilot-Registrierung durch das Zurücksetzen des PCs gelöscht?
Nicht automatisch. Das Gerät bleibt registriert, bis es von einem Administrator aus dem Portal entfernt wird. Durch das Zurücksetzen wird lediglich Windows zurückgesetzt, nicht die zugehörigen Cloud-Daten.
Zusammenfassung
Die manuelle Registrierung vorhandener Geräte bei Autopilot ist zwar nicht die eleganteste Lösung, aber eine bewährte Methode, die Bereitstellung zu vereinfachen, insbesondere wenn eine manuelle Einrichtung nicht möglich ist. Wichtig ist, den Hardware-Hash korrekt zu ermitteln, ihn ordnungsgemäß hochzuladen und ein Profil zuzuweisen. Danach übernimmt Windows den Großteil der Arbeit bei der Geräteeinrichtung. Hoffentlich erspart Ihnen diese kurze Anleitung etwas Ärger und macht den Prozess etwas weniger einschüchternd.