So konvertieren Sie gescannte Dokumente und Fotos unter Windows 10/11 in PDF-Dateien

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Sie möchten Dokumente einscannen und als PDF speichern, ohne auf Drittanbieter-Tools zurückgreifen zu müssen? Windows bietet zwar einige integrierte Optionen, diese sind aber etwas umständlich. Die gute Nachricht: Sie können Ihre Scans mit Windows Fax und Scan oder der neueren Windows Scan-App in das PDF-Format umwandeln – mit ein paar kleinen Tricks. Der Haken? Windows macht das nicht gerade offensichtlich. Daher finden Sie hier eine Anleitung, die Ihnen einige Probleme ersparen könnte. Bei manchen Systemen sind die Ergebnisse etwas unzuverlässig – die PDF-Option in der Scan-App wird beispielsweise nicht immer sofort angezeigt. Wenn Sie diese Schritte befolgen, haben Sie aber zumindest gute Chancen, Ihre Scans als PDF zu speichern.

Und ganz ehrlich, wenn man etwas automatisieren oder viele Scans durchführen möchte, ist die Kenntnis der Speicherformate Gold wert. Es spart ein oder zwei Schritte, und man braucht keine zusätzliche Software. Windows macht einfach seinen Job, auch wenn es manchmal etwas ungewöhnlich ist.

So speichern Sie Scandateien als PDFs unter Windows 10/11

Methode 1: Windows Fax & Scan mit dem Trick „Als PDF drucken“ verwenden

Diese Methode ist recht einfach: Sie wandeln Ihr gescanntes Bild durch Drucken in eine PDF-Datei um. Der Grund dafür: Windows verfügt über einen integrierten virtuellen Drucker namens „Microsoft Print to PDF“. Dabei handelt es sich im Grunde um eine versteckte „Als PDF speichern“-Option im Druckdialog. Diese Methode eignet sich, wenn Sie bereits mit Windows Fax und Scan vertraut sind und Scans schnell in PDFs umwandeln möchten, insbesondere bei größeren oder regelmäßigen Scans. Denn natürlich muss Windows es unnötig kompliziert machen.

  1. Öffnen Sie Windows Fax und Scan. Sie finden es, indem Sie „Fax“ oder „Windows Fax“ in das Startmenü eingeben.

  2. Klicken Sie in der Symbolleiste auf „Neuer Scan“. Schließen Sie Ihren Scanner vorher an und vergewissern Sie sich, dass er eingeschaltet ist.

  3. Wechseln Sie bei Bedarf den Scanner, indem Sie im Bereich „Scanner“ auf „Ändern“ klicken. Wählen Sie Ihr Gerät aus der Liste aus.

  4. Legen Sie unter „Profil“ Ihre bevorzugten Einstellungen fest – wählen Sie je nach Scanobjekt „Foto“ oder „Dokument“.Passen Sie Auflösung, Farbe usw.bei Bedarf an, die Standardeinstellungen sind aber in der Regel ausreichend.

  5. Klicken Sie auf „Scannen“. Warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Ihr Dokument oder Foto wird im Windows-Fenster „Fax und Scannen“ angezeigt.

  6. Gehen Sie nun zum Menü „Datei“ und wählen Sie „Drucken“. Und hier kommt der Clou: Wir speichern den Scan als PDF-Datei anstatt ihn auf einem physischen Drucker auszudrucken.

  7. Wenn der Druckdialog erscheint, wählen Sie in den Druckeroptionen „Microsoft Print to PDF“ aus. Ehrlich gesagt, das ist der Geheimtipp.

  8. Klicken Sie auf „Drucken“. Ein Speicherdialog wird angezeigt. Geben Sie einen Namen ein, wählen Sie den Speicherort und klicken Sie auf „Speichern“. Fertig? Fast.

Methode 2: Verwendung der Windows Scan-App für modernere Scans und PDFs

Diese neuere App ist möglicherweise nicht standardmäßig installiert, aber ein Versuch lohnt sich, wenn Sie eine integriertere Lösung bevorzugen. Sie kann auch direkt als PDF speichern, was ziemlich praktisch ist. Der Nachteil? Nicht jeder Treiber oder Scanner ist vollständig kompatibel, daher müssen Sie manchmal die Quelleinstellungen anpassen, um PDF als Option zu erhalten. Typisch Windows – sieht einfach aus, kann aber ein paar Versuche erfordern.

  1. Prüfen Sie zunächst, ob die Windows Scan-App installiert ist. Suchen Sie im Startmenü nach „Windows Scan“.Falls nicht, rufen Sie die Microsoft Store-Seite auf, suchen Sie die App und installieren Sie sie.

  2. Schließen Sie Ihren Scanner an und schalten Sie ihn ein.

  3. Öffnen Sie die Windows-Scanfunktion. Wenn Ihr Scanner erkannt wird, ist alles in Ordnung. Falls nicht, überprüfen Sie, ob er angeschlossen ist und die Treiber aktuell sind.

  4. Wählen Sie Ihren Scanner aus der Liste aus, falls mehrere Optionen angezeigt werden. Suchen Sie anschließend die Dateitypeinstellungen unterhalb der Scannervorschau – standardmäßig ist möglicherweise JPEG oder PNG eingestellt.

  5. Ändern Sie die Quelle auf „Flatbed“, falls dies noch nicht der Fall ist, und überprüfen Sie dann das Dateitypmenü. Wird PDF angezeigt – wunderbar! Falls nicht, führt das Ändern der Quelle häufig dazu, dass die App PDF als Option erkennt.

  6. Zum Schluss klicken Sie auf Scannen. Sie können die Scans vor dem Speichern in der Vorschau ansehen, was recht praktisch ist, wenn Sie alles noch einmal überprüfen möchten.

  7. Nach dem Scannen wird die PDF-Datei normalerweise automatisch gespeichert in:

    C:\Users\YourUserName\Pictures\ScansSie können diese Standardeinstellung in den App-Einstellungen ändern, falls Sie einen anderen Speicherort bevorzugen.

Ehrlich gesagt wirkt diese Methode etwas moderner, und man hat den Vorteil, direkt als PDF speichern zu können, anstatt den Druckvorgang anschließend umständlich durchführen zu müssen. Allerdings ist sie je nach Scanner und Treiberkombination manchmal etwas unzuverlässig.

Zusammenfassung

  • Verwenden Sie die Windows-Fax- und Scanfunktion zum Scannen und drucken Sie anschließend über den Druckdialog als PDF.
  • Oder versuchen Sie es mit Windows Scan für eine integriertere PDF-Speicheroption – falls diese angezeigt wird.
  • Um Erkennungsprobleme zu vermeiden, stellen Sie sicher, dass Ihre Scannertreiber auf dem neuesten Stand sind.
  • Manchmal hilft es, die Quelle in Windows Scan zu ändern, um PDF-Optionen anzuzeigen.

Zusammenfassung

Das Konvertieren gescannter Dokumente in PDF unter Windows ist nicht immer ganz einfach, aber machbar. Der Trick mit der Druckfunktion in Fax und Scan ist etwas umständlich, funktioniert aber. Die neuere Scan-App ist übersichtlicher, aber nicht narrensicher. Meistens hilft es, mit den Quelleinstellungen oder Treiberaktualisierungen zu experimentieren. Hoffentlich spart das jemandem etwas Zeit – denn ja, Windows hätte das deutlich einfacher gestalten können.