So konfigurieren Sie Ihre WLAN-Verbindung unter Windows 10 als getaktet

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Heutzutage nutzen viele Menschen mobile Daten oder Internet-Tarife mit begrenztem Datenvolumen. Es kann sehr frustrierend sein, wenn Windows 10 die gesamte Bandbreite für Updates oder App-Synchronisierungen belegt. Windows macht es einem natürlich unnötig schwer. Falls Sie einen schnelleren Datenverbrauch als erwartet feststellen oder einige Funktionen nicht aktualisiert werden, kann die Einstellung Ihres Netzwerks als getaktetes Netzwerk helfen, diese versteckten Hintergrundaktivitäten einzuschränken und Daten zu sparen, insbesondere bei Tarifen mit begrenztem Datenvolumen. Diese Funktion ist äußerst praktisch, wenn man weiß, wie man sie richtig aktiviert – denn manchmal behandelt Windows Ihr WLAN nicht automatisch als eingeschränktes Netzwerk, insbesondere bei Ethernet-Verbindungen. Ja, jetzt kann sogar Ethernet als getaktetes Netzwerk eingestellt werden, was für bestimmte Konfigurationen einen echten Unterschied macht. In diesem Leitfaden finden Sie praktische Anleitungen, wie Sie Windows mitteilen, dass Ihr Netzwerk als getaktetes Netzwerk behandelt werden soll, sowie einige zusätzliche Tipps. Sie können mit weniger Hintergrundaktivitäten rechnen und hoffentlich Ihre Datennutzung besser im Blick behalten.

So richten Sie ein Netzwerk in Windows 10 als getaktet ein

Methode 1: Umwandlung einer WLAN-Verbindung in ein getaktetes Netzwerk

Zunächst müssen Sie sicherstellen, dass Ihr PC tatsächlich mit dem Netzwerk verbunden ist, das Sie als getaktetes Datenvolumen festlegen möchten. Windows passt sein Verhalten manchmal erst an, wenn dies korrekt erkannt wurde. Bis zu den letzten Updates betraf dies hauptsächlich WLAN – Ethernet-Verbindungen ließen sich nicht so einfach konfigurieren –, aber jetzt können auch kabelgebundene Verbindungen als getaktetes Datenvolumen festgelegt werden, was besonders vorteilhaft ist, wenn Sie einen begrenzten Datentarif haben.

Warum das hilft : Wenn Sie Ihre WLAN-Verbindung als getaktete Verbindung einrichten, werden automatische Updates, App-Erneuerungen und unnötiger Datenverbrauch im Hintergrund verhindert. Windows wird dadurch quasi eingeschränkt und lädt nur die wichtigsten Updates herunter. Wann Sie es ausprobieren sollten: Wenn Ihr Datenvolumen knapp wird, die Synchronisierung länger dauert oder Windows-Updates ungewollt installiert werden. Was Sie erwarten können: Reduzierte Hintergrundaktivität und weniger unerwarteter Bandbreitenverbrauch. Hinweis: Auf manchen Geräten reagiert diese Einstellung etwas empfindlich. Versuchen Sie es daher gegebenenfalls mehrmals, bis sie dauerhaft funktioniert.

Stellen Sie eine WLAN-Verbindung als getaktet ein (in den Windows 10-Einstellungen).

  • Stellen Sie sicher, dass Ihr PC mit dem WLAN-Netzwerk verbunden ist, das Sie steuern möchten. Klicken Sie dazu auf das WLAN- Symbol in der Taskleiste und vergewissern Sie sich, dass das richtige Netzwerk ausgewählt ist. Falls nicht, stellen Sie die Verbindung zuerst her.
  • Öffnen Sie die Einstellungen über Windows + Idas Startmenü. Sollten sich die Einstellungen nicht öffnen lassen, können Sie den Computer neu starten oder PowerShell verwenden. Hoffentlich ist das aber nicht nötig.
  • Navigieren Sie zu Netzwerk & Internet > WLAN.
  • Klicken Sie auf den Namen des WLAN-Netzwerks (SSID), mit dem Sie verbunden sind.
  • Scrollen Sie nach unten zu „Getaktete Verbindung“ und aktivieren Sie die Option „ Als getaktete Verbindung festlegen“. Fertig! Windows behandelt diese Verbindung nun als eingeschränkt und sollte nicht dringende Downloads zurückhalten.

Beachten Sie, dass Windows möglicherweise weiterhin Treiberaktualisierungen herunterlädt oder Suchvorschläge über Bing anzeigt, selbst wenn Sie ein getaktetes Netzwerk eingerichtet haben. Sollte dies ein Problem darstellen, lesen Sie unsere anderen Anleitungen zum Deaktivieren automatischer Treiberaktualisierungen oder Bing-Webvorschläge.

Methode 2: Eine Ethernet-Verbindung mit Zeitmessung einrichten

Jetzt wird es interessant: Bis vor Kurzem war es nicht so einfach, Ethernet-Verbindungen als getaktet zu kennzeichnen. Windows 10 bietet diese Option nun an, allerdings muss man etwas tiefer in die Einstellungen eintauchen. Dazu muss man eine Netzwerkeigenschaft bearbeiten oder einen Wert in den Windows-Einstellungen registrieren. Zum Glück ist es recht einfach, sobald man weiß, wo man suchen muss.

  • Öffnen Sie die Einstellungen -App, entweder über das Startmenü oder durch Drücken der entsprechenden Taste Windows + I.
  • Gehen Sie zu Netzwerk & Internet > Ethernet (statt Wi-Fi).
  • Klicken Sie auf den Namen Ihrer Ethernet-Verbindung.
  • Scrollen Sie und suchen Sie nach „Getaktete Verbindung“ – falls Sie eine Option zum Einschalten sehen, aktivieren Sie diese und wählen Sie „ Als getaktete Verbindung festlegen“.

Profi-Tipp: Falls die gewünschte Option nicht angezeigt wird, kann ein Neustart des Netzwerks oder ein Update des Netzwerktreibers die Hardwaresteuerung verbessern. Fortgeschrittene Benutzer können die Ethernet-Verbindung auch per Kommandozeile als getaktet konfigurieren, beispielsweise mit PowerShell durch Anpassung der Registrierung oder des Netzwerkprofils. Dies ist jedoch etwas komplexer und lohnt sich nur, wenn Sie mit Kommandozeilen vertraut sind.

Noch ein wichtiger Hinweis: Sobald das Netzwerk als getaktet gekennzeichnet ist, schränkt Windows automatische Updates, Synchronisierungen und einige Hintergrund-Apps ein. Auf manchen Systemen kann es jedoch weiterhin zu Aktivitäten kommen – wahrscheinlich aufgrund der Art und Weise, wie die Netzwerkprofile zwischengespeichert werden, oder weil eine App über spezielle Berechtigungen verfügt, um diese Beschränkungen zu umgehen.

Nach dem Umschalten empfiehlt es sich, den Computer neu zu starten oder die Verbindung zu trennen und wiederherzustellen, damit Windows die Änderung korrekt übernimmt. Manchmal geschieht dies nicht sofort; ein Neustart bewirkt dann, dass die Einstellungen dauerhaft gespeichert werden.

Und falls Sie noch einmal nachsehen möchten, was genau passiert, gehen Sie zu Einstellungen > Update und Sicherheit > Windows Update > Erweiterte Optionen > Übermittlungsoptimierung, um zu prüfen, ob die Update-Einstellungen weiterhin zu aggressiv sind. Manchmal sind manuelle Anpassungen in verschiedenen Bereichen erforderlich.

Hoffentlich spart das jemandem ein paar Stunden und sorgt dafür, dass Ihre Daten etwas besser unter Ihrer Kontrolle bleiben. Es ist zwar ein etwas ungewöhnlicher Prozess, aber er lohnt sich, wenn Ihnen jedes Megabyte wichtig ist.

Zusammenfassung

  • Vergewissern Sie sich, dass Sie mit dem richtigen Netzwerk verbunden sind, bevor Sie Einstellungen ändern.
  • Verwenden Sie die Windows-Einstellungen-App, um die Option „Als getaktete Verbindung festlegen“ zu aktivieren.
  • Ethernet-Verbindungen können jetzt als getaktet eingestellt werden – suchen Sie einfach nach der entsprechenden Option.
  • Beachten Sie, dass je nach System einige Updates oder Funktionen möglicherweise weiterhin im Hintergrund ausgeführt werden.
  • Starten Sie den Computer nach den Änderungen neu, falls diese nicht sofort übernommen werden.

Zusammenfassung

Die Netzwerknutzung als getaktet einzustellen, ist keine perfekte Lösung – Windows führt weiterhin Hintergrundprozesse aus und manche Updates werden einfach installiert. Dennoch reicht es in der Regel aus, um den Datenverbrauch deutlich zu reduzieren. So seltsam es klingen mag: Windows klar zu signalisieren, dass die Datenmenge im Netzwerk begrenzt ist, kann unerwünschte Downloads verringern und die Datenmenge besser kontrollieren. Ein paar kleine Anpassungen genügen, und schon kommuniziert Ihr PC deutlich weniger mit der Cloud. Ich hoffe, das hilft jemandem, sein Datenvolumen besser im Griff zu behalten. Viel Erfolg und hoffentlich erleichtert es Ihnen das Leben ein wenig!