So konfigurieren Sie Ihre Ethernet-Verbindung als getaktetes Netzwerk in Windows 10

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Wenn Sie Ihren Datenverbrauch unter Windows 10, insbesondere mit einer Ethernet-Verbindung, begrenzen möchten, ist es etwas ungewöhnlich, aber bis vor Kurzem musste man die Registry bearbeiten, um Ethernet als getaktete Verbindung festzulegen. Warum Microsoft das nicht einfacher gemacht hat, ist mir ein Rätsel. Glücklicherweise lässt sich dies seit dem Creators Update (Build 15002 und höher) direkt über die Einstellungen vornehmen. Sie müssen also nicht mehr in der Registry herumexperimentieren, es sei denn, Sie möchten es unbedingt. Dadurch werden Windows-Updates, Store-Downloads und Synchronisierungen reduziert, was praktisch ist, wenn Ihr Datenvolumen begrenzt ist oder Sie einfach mehr Kontrolle über Hintergrundprozesse wünschen. Sie können mit weniger Updates und Synchronisierungen im Hintergrund rechnen, was Ihre Bandbreite schonen kann. Beachten Sie jedoch, dass wichtige Updates verzögert werden können. Auf manchen Systemen funktioniert diese Funktion etwas unzuverlässig. Sollte die Änderung nicht sofort wirksam werden, kann ein Neustart oder das mehrmalige Ändern der Einstellungen helfen.

So richten Sie Ethernet als getaktete Verbindung in Windows 10 ein

Methode 1: Verwendung der Einstellungen-App (Funktioniert unter Windows 10 Creators Update und neueren Versionen)

Dies ist der einfachste Weg. Die Funktion ist direkt in Windows integriert, daher sind keine Drittanbieter-Tools oder Änderungen an der Registry erforderlich. Beachten Sie jedoch, dass diese Option bei älteren Windows-Versionen nicht verfügbar ist; in diesem Fall müssten Sie Methode 2 verwenden.

  • Öffnen Sie die Einstellungen-App: Klicken Sie auf das Startmenü, wählen Sie Einstellungen (das Zahnradsymbol) und gehen Sie dann zu Netzwerk & Internet.
  • Wählen Sie Ethernet: Klicken Sie in der Seitenleiste auf Ethernet. Falls Ihre Ethernet-Verbindung nicht angezeigt wird, überprüfen Sie bitte, ob Ihr Kabel richtig angeschlossen ist.
  • Klicken Sie auf Ihre Netzwerkverbindung: Wählen Sie Ihre aktuelle Ethernet-Verbindung aus – es sollten einige Informationen wie IP-Adressen angezeigt werden.
  • Getaktete Verbindung aktivieren: Suchen Sie den Schalter „ Als getaktete Verbindung festlegen“ und aktivieren Sie ihn. Fertig. Windows verbraucht nun weniger Daten über dieses Ethernet-Netzwerk, da automatische Updates und Synchronisierungen im Hintergrund vermieden werden.

Bei einer Konfiguration funktioniert es in der Regel reibungslos, bei einer anderen hingegen benötigt Windows manchmal einen Neustart oder muss mehrmals aus- und wieder eingeschaltet werden. Denn natürlich muss Windows es einem unnötig kompliziert machen.

Methode 2: Registry-Hack (Falls die Einstellungen nicht zum Erfolg führen oder Sie eine ältere Version verwenden)

Diese Methode klingt komplizierter, dient aber als Ausweichmöglichkeit, falls die erste Methode nicht funktioniert oder Sie ganz sichergehen wollen. Sie ändern dabei direkt einen Registry-Wert. Sichern Sie Ihre Registry unbedingt vorher; unvorsichtiges Herumexperimentieren kann zu Problemen führen.

  • RegOwnerShipEx herunterladen: Sie können dieses kostenlose Tool von der offiziellen Webseite oder anderen vertrauenswürdigen Quellen beziehen. Es hilft Ihnen, die Besitzrechte an Registrierungsschlüsseln zu übernehmen, was für deren Bearbeitung erforderlich ist.
  • Führen Sie RegOwnerShipEx aus: Starten Sie das Programm und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche „Durchsuchen “ neben „Registrierungsschlüssel auswählen“. Navigieren Sie zu:HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\NetworkList\DefaultMediaCost
  • Besitz übernehmen: Klicken Sie auf „Besitz übernehmen“. Dadurch sollten Sie die Tasten bearbeiten können, da Windows dies normalerweise blockiert.
  • Öffnen Sie den Registrierungseditor: Geben Sie regedit in die Suchleiste ein und drücken Sie die Eingabetaste. Bestätigen Sie alle Benutzerkontensteuerungs-Aufforderungen.
  • Navigieren Sie zum selben Schlüssel: Gehen Sie erneut zu HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\NetworkList\DefaultMediaCost.
  • Ethernet-Wert bearbeiten: Suchen Sie rechts den Wert „Ethernet“2. Doppelklicken Sie darauf und ändern Sie die Daten in (hexadezimal).Dadurch wird Ethernet als getaktet festgelegt. Klicken Sie auf „OK“ und schließen Sie anschließend alle Fenster.

Diese Methode ist etwas umständlicher und erfordert möglicherweise einen Neustart oder mehrere Versuche, funktioniert aber auf älteren Systemen, bei denen die Methode über die Einstellungen nicht verfügbar ist. Auf manchen Rechnern kann die direkte Bearbeitung der Registrierung unzuverlässig sein, und Windows setzt die Werte nach Updates möglicherweise zurück. Beachten Sie dies daher.

Und das war’s im Prinzip schon. Keine komplizierte Software nötig, nur etwas Geduld und sorgfältiges Bearbeiten, falls Sie diesen Weg wählen. Hoffentlich hilft Ihnen das, eine weitere Sache im Hinblick auf Bandbreiteneinsparung oder die Verwaltung eines begrenzten Datentarifs besser zu verstehen.

Zusammenfassung

  • In neueren Windows 10-Versionen können Sie die Ethernet-Verbindung über die Einstellungen als getaktet aktivieren.
  • Reichen die Einstellungen nicht aus, können Sie die Registrierung direkt mit Tools wie RegOwnerShipEx bearbeiten.
  • Manchmal sind Neustarts und das Umschalten der Einstellungen erforderlich, damit die Änderungen wirksam werden.

Zusammenfassung

Die Ethernet-Verbindung direkt in den Einstellungen als getaktet festzulegen, spart viel Zeit und ist deutlich einfacher als die Bearbeitung von Registry-Schlüsseln. Falls das nicht funktioniert, ist der Weg über die Registry eine Option, aber Vorsicht! Dieser kleine Trick kann Gold wert sein, wenn die Bandbreite knapp ist oder mehrere Geräte verwaltet werden. Hoffentlich hilft er, den Datenverkehr im Griff zu behalten und erspart einem späteren Ärger. Wenn dadurch ein Update ohne Netzwerkabsturz funktioniert, ist das schon ein Erfolg.