So installieren Sie Android-Apps unter Windows 11 mit dem Amazon Appstore

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Mit dem Erscheinen von Windows 11 22H2 wurde die Unterstützung von Android-Apps revolutioniert – technisch gesehen ist sie nun im Betriebssystem integriert. Die Einrichtung gestaltet sich jedoch nicht immer reibungslos. Insbesondere wenn die Virtualisierung deaktiviert ist oder die Hardware die Anforderungen nicht vollständig erfüllt, kann die Ausführung problematisch sein. Sollten Sie also versuchen, Android-Apps direkt unter Windows auszuführen und dabei auf Fehlermeldungen stoßen oder gar nichts passieren, erklärt Ihnen dieser Leitfaden die notwendigen Schritte und zeigt Ihnen, wie Sie häufige Probleme beheben können. Ziel ist es, Android-Apps nativ und ohne Emulatoren reibungslos zum Laufen zu bringen.

So beheben Sie häufige Probleme beim Einrichten von Android-Apps unter Windows 11

Prüfen Sie, ob die Hardwarevirtualisierung aktiviert ist.

Das ist für die meisten die größte Hürde. Wenn die Virtualisierung im BIOS/UEFI nicht aktiviert ist, kann Windows das entsprechende Subsystem nicht ausführen. Ob die Virtualisierung aktiv ist, können Sie schnell überprüfen, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste klicken, den Task-Manager öffnen und dann zum Reiter „Leistung“ wechseln. Scrollen Sie nach unten, bis Sie „Virtualisierung “ finden. Steht dort „Deaktiviert“, müssen Sie sie aktivieren. Normalerweise geschieht dies durch einen Neustart, den Aufruf des BIOS beim Systemstart (oft durch Drücken von Strg+Alt+F oder Strg+C DEL) F2und die Suche nach „Virtualisierung“ unter den CPU-Einstellungen oder Ähnlichem. Denn natürlich muss Windows es unnötig kompliziert machen.

Nach der Aktivierung speichern Sie Ihre Änderungen, starten Sie den Computer neu und überprüfen Sie es erneut. Manchmal wird die Einstellung nach kurzem Umschalten nicht übernommen – ein vollständiger Neustart hilft oft. Versuchen Sie anschließend die Installation erneut. Seltsamerweise ist die Virtualisierung auf manchen Rechnern bereits aktiviert, Windows meldet sie aber trotzdem als deaktiviert. In diesen Fällen kann ein BIOS-Reset oder ein Firmware-Update erforderlich sein. Bei anderen Rechnern behebt ein BIOS-Update das Problem vollständig.

Sicherstellen, dass das System die grundlegenden Anforderungen erfüllt

Dieser Punkt wird leicht übersehen. Selbst bei aktivierter Virtualisierung muss Ihre Hardware dennoch recht leistungsstark sein. Folgendes benötigen Sie:

  • Betriebssystem : Windows 11 Version 22000.0 oder höher (überprüfen unter Einstellungen > Windows Update )
  • Architektur : x64 oder ARM64 (wenn Sie ein Tablet oder ein ARM-basiertes Gerät verwenden)
  • Arbeitsspeicher : Mindestens 8 GB RAM – mehr ist besser, insbesondere für eine flüssige App-Nutzung.
  • Prozessor : Mindestens Intel Core i3 der 8. Generation, AMD Ryzen 3000 oder Qualcomm Snapdragon 8C. Bei älteren Prozessoren kann es zu Problemen kommen oder das System läuft sehr langsam.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, öffnen Sie „ Über diesen PC“ in den Einstellungen und überprüfen Sie Ihre Spezifikationen. Falls diese nicht ausreichen, ist möglicherweise ein Hardware-Upgrade oder sogar ein Geräteaustausch erforderlich. Denn ehrlich gesagt ist es etwas unfair, reibungslose Android-App-Nutzung auf einem Gerät zu erwarten, das dafür einfach nicht geeignet ist.

Windows-Subsystem für Android neu installieren oder aktualisieren

Wenn die Virtualisierung aktiviert ist und Ihre Hardware die Spezifikationen erfüllt, Android-Apps aber trotzdem nicht angezeigt oder installiert werden, versuchen Sie, das Subsystem neu zu installieren. Möglicherweise ist der Download beschädigt oder wurde nicht korrekt installiert. So gehen Sie vor:

  • Öffnen Sie PowerShell als Administrator – klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche „Start“ und wählen Sie „Windows PowerShell (Administrator)“.
  • Führen Sie diesen Befehl aus, um das vorhandene WSA-Paket zu entfernen:Get-AppxPackage *MicrosoftCorporationII. WindowsSubsystemForAndroid* | Remove-AppxPackage
  • Anschließend rufen Sie erneut den offiziellen Microsoft-Link auf, um die neueste Version aus dem Microsoft Store herunterzuladen.
  • Starten Sie nach der Installation Ihren PC neu und überprüfen Sie unter Einstellungen > Apps > Installierte Apps, ob das Windows-Subsystem für Android ausgeführt wird.

Manchmal behebt eine Neuinstallation Probleme, bei denen sich das System aufhängt oder nicht richtig startet. Vergessen Sie aber nicht: Sie benötigen wahrscheinlich auch das neueste Windows-Update aufgrund von Kompatibilitätsproblemen.

Region auf USA einstellen und ein US-amerikanisches Amazon-Konto erstellen

Der Amazon Appstore ist derzeit nicht überall verfügbar. Wenn Sie sich außerhalb der USA befinden, funktioniert die App möglicherweise nicht. Dies ist weniger ein technisches Problem als vielmehr eine regionale Beschränkung. Wenn Sie damit einverstanden sind, kann es helfen, die Windows-Region auf die USA umzustellen und ein US-amerikanisches Amazon-Konto zu erstellen. Die Einstellungen finden Sie unter „Einstellungen“ > „Zeit & Sprache“ > „Region“. Erstellen Sie für Amazon einfach ein neues Konto mit einer US-Adresse oder nutzen Sie als schnelle Lösung ein VPN. Das ist zwar keine Garantie, aber viele Nutzer können den Appstore so nutzen.

APKs manuell als Backup installieren

Wenn alles andere fehlschlägt, kann das direkte Installieren von APK-Dateien funktionieren. Laden Sie die APKs von vertrauenswürdigen Quellen herunter und verwenden Sie dann ein Tool wie ADB (Android Debug Bridge), um sie zu installieren. Führen Sie die Installation adb install path/to/app.apküber ein Terminal aus. Das ist zwar etwas umständlich, kann aber schneller sein als auf offizielle Stores zu warten oder Probleme mit Subsystemen zu beheben. Stellen Sie unbedingt sicher, dass die APKs legitim sind, sonst könnten Sie sich Schadsoftware einfangen – das Risiko ist es nicht wert.

Bei manchen Konfigurationen funktionierte es auf Anhieb, bei anderen startete es erst nach Änderungen an den Regionaleinstellungen oder einer Neuinstallation des Subsystems. Der gesamte Vorgang ist etwas fehleranfällig, daher ist Geduld gefragt. Windows-Updates können zudem vorübergehend Probleme verursachen. Halten Sie Ihr System daher auf dem neuesten Stand, seien Sie aber nach Updates auf mögliche Fehlersuche vorbereitet.