So erstellen Sie einen bootfähigen Windows 10 USB-Stick ohne Formatierung

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Einen bootfähigen Windows-USB-Stick zu erstellen, ohne alle Daten zu löschen, kann ganz schön knifflig sein, vor allem, weil die meisten Tools vorher eine Formatierung erzwingen. Wenn Sie viele wichtige Dateien auf Ihrem USB-Stick haben und diese nicht verlieren möchten, lohnt es sich, einen anderen Ansatz auszuprobieren. Hier kommt EasyBCD ins Spiel – genau das Tool, mit dem man Bootoptionen anpasst. Es kann tatsächlich helfen, einen Windows-USB-Stick ohne stundenlanges Kopieren und Formatieren einzurichten. Das spart Zeit und ist eine große Erleichterung, wenn Ihre Festplatte voll ist oder Sie einen alten USB-Stick zum Booten verwenden möchten.

Beachten Sie jedoch, dass diese Methode einen Haken hat: Ihr USB-Stick muss mit FAT32 und nicht mit NTFS formatiert sein. Bei NTFS tritt beim Booten wahrscheinlich ein Fehler auf, da Windows für diesen Trick FAT32 benötigt. Stellen Sie außerdem sicher, dass alle erforderlichen Setup-Dateien direkt ins Stammverzeichnis kopiert werden und nicht in Unterordnern. Dies kann Bootloader-Probleme verursachen.

Wie man einen bootfähigen Windows-USB-Stick erstellt, ohne die Festplatte zu löschen

Kopieren Sie die Setup-Dateien ordnungsgemäß auf das USB-Laufwerk.

  • Öffnen Sie Ihre ISO-Datei oder legen Sie Ihre Windows-DVD ein. Extrahieren Sie alle Setup-Dateien direkt in das Hauptverzeichnis des USB-Sticks – nicht in einen Unterordner. Verwenden Sie dazu ein Programm wie 7-Zip oder WinRAR. Ziehen Sie einfach alle Dateien per Drag & Drop in das Hauptverzeichnis, sodass die Dateien wie bootmgr, setup.exe usw.direkt auf dem USB-Stick angezeigt werden.
  • Dieser Schritt ist entscheidend, damit EasyBCD die Konfiguration korrekt erkennt. Seltsamerweise kann es vorkommen, dass der Systemstart fehlschlägt, wenn Sie Dateien in Ordnern ablegen.

Installieren Sie EasyBCD (und ja, es ist winzig – nur etwa 1, 5 MB).

  • Laden Sie die neueste Version von der offiziellen EasyBCD-Website herunter. Führen Sie das Installationsprogramm aus und folgen Sie den üblichen Anweisungen. Zusätzliche Schritte sind nur erforderlich, wenn Sie sich registrieren möchten. Für diese Flash-Methode reicht die kostenlose Version jedoch aus.

USB in EasyBCD einrichten

  • Starten Sie EasyBCD. Möglicherweise werden Sie nach Administratorrechten gefragt – bestätigen Sie diese. Manchmal fragt die Benutzerkontensteuerung (UAC) nach einer Bestätigung; klicken Sie einfach auf „Ja“.
  • Klicken Sie im linken Menü auf die Schaltfläche „BCD-Bereitstellung“. Dort geschieht die Magie.
  • Wählen Sie rechts unter „Externes bootfähiges Medium erstellen “ Ihr USB-Laufwerk aus dem Dropdown-Menü aus. Achten Sie darauf, das richtige auszuwählen – bitte formatieren Sie es nicht versehentlich. Klicken Sie auf „BCD installieren“.
  • Möglicherweise erscheint ein Popup-Fenster mit der Frage, ob Sie sicher sind – klicken Sie auf „Ja“.Wahrscheinlich handelt es sich nur um eine Warnung bezüglich des Vorgangs, aber da Sie ein Format vermeiden möchten, ist dies der entscheidende Schritt.

Sobald das erledigt ist, sollte Ihr USB-Stick nun in die Windows-Installation starten. Sie können dies überprüfen, indem Sie den Computer neu starten, das BIOS/UEFI aufrufen und den USB-Stick als Startgerät auswählen. Funktioniert es, wunderbar! Falls nicht, überprüfen Sie bitte, ob das Laufwerk im FAT32-Format formatiert ist und ob die Installationsdateien korrekt kopiert wurden.

Bei manchen Konfigurationen kann der erste Versuch fehlschlagen, oder Sie müssen BIOS-Einstellungen anpassen (z. B.Legacy-Boot aktivieren oder Secure Boot deaktivieren).Ehrlich gesagt, kann der Windows-Bootvorgang manchmal etwas störrisch sein, aber diese Methode erleichtert die Wiederverwendung von Laufwerken ohne ständiges Formatieren. Viel Erfolg beim Ausprobieren – hoffentlich erspart Ihnen dieser Tipp viel Ärger.