So entfesseln Sie Ihren inneren Künstler mit den erweiterten Funktionen von Microsoft Paint
Microsoft Paint gibt es schon ewig, und ehrlich gesagt ist es fast schon witzig, wie es manche Nutzer immer noch mit unerwarteten Funktionen überrascht. Klar, es ist einfach und weckt nostalgische Gefühle, aber wer genauer hinsieht, entdeckt einige richtig clevere Tricks, die die Bearbeitung deutlich erleichtern. Vom freien Drehen von Objekten bis zum Entfernen von Hintergründen mithilfe von KI – Paint ist längst nicht mehr nur für schnelle Skizzen geeignet. Es lohnt sich, diese versteckten Schätze zu kennen, besonders wenn man keine Lust mehr hat, für eine schnelle Lösung gleich auf umfangreiche Programme zurückzugreifen.
Aber Achtung: Manche dieser Funktionen sind etwas versteckt oder nicht sofort ersichtlich. Und da Windows gerne Dinge in unübersichtlichen Menüs versteckt oder Updates ohne große Ankündigung durchführt, müssen Sie möglicherweise ein wenig suchen oder herumprobieren. Sobald Sie den Dreh aber raus haben, sind sie überraschend praktisch. Und ja, auf manchen Systemen funktionieren sie vielleicht nicht gleich beim ersten Mal perfekt. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie es erneut versuchen oder Einstellungen anpassen müssen. Typisch Windows, nicht wahr?
Microsoft Paint-Funktionen, die Sie vielleicht noch nicht kennen
Warum sollte man sich also damit beschäftigen? Nun, falls Sie denken, Paint sei nur für schnelle Skizzen geeignet, irren Sie sich. Einige dieser versteckten Werkzeuge können Ihnen bei schnellen Bearbeitungen oder Bildreinigungen viel Zeit sparen. Außerdem verleihen sie Ihren Bildern einen professionellen Touch, wenn Sie sich für digitale Kunst interessieren oder einfach nur professionell wirken möchten, ohne jedes Mal Photoshop zu bemühen. Tauchen wir ein in einige der coolsten Funktionen, die Sie fragen lassen werden, warum Sie Paints verborgene Möglichkeiten nicht schon früher entdeckt haben.
Freiformdrehung
Diese Funktion ist ein echter Gamechanger für die Bildbearbeitung. Sie ist relativ neu in Paint, aber im Prinzip ermöglicht sie es, jedes ausgewählte Element in einem beliebigen Winkel zu drehen, nicht nur um 90 oder 180 Grad. Oben im ausgewählten Bereich sehen Sie ein kreisförmiges Pfeilsymbol (falls Sie es nicht sehen, klicken Sie zuerst auf das Auswahlwerkzeug).Ein Klick auf dieses Symbol verwandelt Ihre Auswahl in ein drehbares Objekt. Ziehen Sie den Pfeil heraus, um den Winkel festzulegen – sehr praktisch, um Elemente exakt auszurichten oder einen Neigungseffekt zu erzeugen, der viel natürlicher wirkt als erzwungene Drehungen. Das ist besonders hilfreich bei Collagen oder beim Experimentieren mit Bildkompositionen. Auf manchen Rechnern funktioniert es nicht immer auf Anhieb, daher musste ich die Auswahl oft wiederholen oder Paint neu starten, aber es lohnt sich!
Meiner Erfahrung nach wirkt es manchmal etwas fehlerhaft, besonders wenn die Auswahl nicht perfekt ist. Aber wenn alles passt, macht das Drehen und Anpassen der Winkel richtig Spaß. Nach diesem Video wirst du deine üblichen Bearbeitungen mit ganz anderen Augen sehen.
KI-Funktionen
Natürlich musste Windows auch in Paint KI integrieren. Die KI-Tools sind etwas versteckt, aber ziemlich leistungsstark, wenn man weiß, wo man suchen muss. Unter Windows 11 finden Sie einige KI-Optionen in Paint über die Copilot-Seitenleiste. Dazu gehören:
- Bildgenerator – geben Sie eine Beschreibung ein, wählen Sie einen Stil, und schon haben Sie direkt in Paint KI-generierte Kunstwerke.
- Generatives Löschen – Sie möchten Teile eines Bildes oder unerwünschte Hintergrundelemente entfernen? Nutzen Sie diese Funktion, um Lücken mithilfe von KI-Magie zu füllen.
- Hintergrund entfernen – diese Funktion ist ziemlich einfach und sehr nützlich für Memes oder Produktfotos. Sie arbeitet mit KI und trennt Ihr Motiv mit nur einem Klick vom Hintergrund.
Hintergrund entfernen
Vorbei sind die Zeiten, in denen man komplizierte Photoshop-Tricks brauchte, um einen Hintergrund zu entfernen. Paint erledigt das jetzt mit einem Klick. Wenn Sie ein Bild auswählen, suchen Sie nach dem Symbol „Hintergrund entfernen“ – meist in der Werkzeugleiste oder im Untermenü „Bild“ in der oberen Menüleiste. Ein Klick darauf veranlasst Paint, Ihr Bild automatisch zu analysieren und den Hintergrund auszuschneiden. Das Ergebnis ist nicht immer perfekt, besonders bei komplexen Hintergründen, aber für schnelle Ausschnitte oder einfache Fotos ist es überraschend gut. Manchmal ist im Anschluss noch etwas manuelle Nachbearbeitung nötig, aber immerhin besser, als von vorne anzufangen. Noch ein Hinweis: Auf manchen PCs wird diese Funktion möglicherweise nicht sofort angezeigt oder erfordert ein Windows-Update.Überprüfen Sie die Windows-Updates oder die Paint-Update-Einstellungen, falls die Funktion fehlt.
Spezialbürsten
Das ist zwar etwas versteckt, aber tatsächlich super praktisch. Wenn du eine Form zeichnest oder etwas skizzierst und es als Pinsel wiederverwenden möchtest, wähle es einfach mit dem Auswahlwerkzeug aus und Shiftziehe dann mit gedrückter Maustaste vom Auswahlrand aus. Deine Form fungiert nun als benutzerdefinierter Pinsel – ideal für sich wiederholende Muster oder stilisierte Striche. Nicht jeder kennt diesen Trick, aber er spart viel Zeit beim Erstellen von thematischen Skizzen oder einer eigenen Texturbibliothek. Beachte jedoch, dass es sich eher um eine Notlösung als um ein vollwertiges Pinselsystem handelt und daher nicht perfekt für detaillierte Zeichnungen geeignet ist. Trotzdem ist es ein cooler Trick, den man sich merken sollte.
Radierer-Überschreibung
Das ist zwar etwas ungewöhnlich, aber praktisch: In Paint kann man mit zwei Farben gleichzeitig arbeiten, richtig? Mit der linken Maustaste malt man die Hauptfarbe, mit der rechten die Nebenfarbe. Wenn man etwas löschen, aber die Hauptfarbe durch die Nebenfarbe ersetzen möchte (z. B.Weiß durch Schwarz), wählt man einfach das Radiergummi-Werkzeug aus und klickt dann mit der rechten Maustaste, während man radiert. Der Radiergummi entfernt nur die Hauptfarbe und ersetzt sie durch die Nebenfarbe, ohne andere Farben zu verändern. Das ist hilfreich, wenn man schnell etwas bearbeiten möchte und nicht mit mehreren Ebenen oder komplizierten Auswahlen hantieren will. Meiner Erfahrung nach funktioniert es besser als erwartet, insbesondere für kleine Korrekturen oder Aufräumarbeiten.
Weitere Farben auswählen
Die Möglichkeit zur Farbanpassung ist zwar nicht neu, aber dennoch erwähnenswert, da die Palette eine dritte Farbreihe für den Schnellzugriff bietet. Wenn Sie mehr als die Standardfarben wünschen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Farben bearbeiten“ neben der Palette. Daraufhin öffnet sich eine Farbauswahl, mit der Sie Ihre eigenen Farbtöne definieren können. Die ausgewählten Farben werden in der Palette gespeichert, sodass Sie einfach zwischen Ihren benutzerdefinierten und den Standardfarben wechseln können. Das spart Zeit, insbesondere wenn Sie mehr als nur eine schnelle Skizze anfertigen und Farben an Designkonzepte oder Markenrichtlinien anpassen möchten.
Schichten
Ja, Ebenen haben es endlich in Paint geschafft – zumindest so halbwegs. Sie sind zwar recht einfach gehalten, aber immer noch besser als gar nichts. Oben rechts sehen Sie ein „Ebenen“-Symbol (ein kleines Rechteck mit übereinanderliegenden Ebenen).Klicken Sie darauf, um das Ebenen-Bedienfeld zu öffnen. Sie können neue Ebenen hinzufügen, Teile Ihres Bildes ausblenden oder einzelne Ebenen löschen, ohne das Original zu verändern. Das ist besonders praktisch, wenn Sie Bilder zusammenfügen, Anmerkungen hinzufügen oder Bearbeitungen vornehmen möchten, ohne Ihr Hauptbild zu beschädigen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Ebene, um die Deckkraft anzupassen oder sie bei Bedarf zu löschen. Je besser Sie mit Ebenen umgehen können, desto professioneller sehen Ihre Bearbeitungen aus, selbst in Paint.
Also ja, Paint ist nicht mehr nur für schnelle Skizzen geeignet – es hat einige wirklich unterschätzte Funktionen. Nicht alles funktioniert immer perfekt, aber die Funktionen sind da, wenn man sie braucht, und sie machen einen Unterschied. Erwarte nur keine Kontrolle wie in Photoshop, aber für einfache Aufgaben können sie überraschend leistungsstark sein.