So entfernen Sie temporäre Dateien sicher in Windows 10
Das Löschen temporärer Dateien ist eine schnelle Möglichkeit, Speicherplatz auf Ihrem Windows-Rechner freizugeben, insbesondere wenn der Speicherplatz knapp wird oder Sie einfach nur etwas aufräumen möchten. Erfahrene Windows-Nutzer wissen in der Regel, wie das manuell funktioniert, aber es kann etwas umständlich sein, wenn man sich mit den Details nicht auskennt. Glücklicherweise gibt es eine einfache Möglichkeit, diese Dateien sicher über die Einstellungen-App zu löschen – ganz ohne komplizierte Drittanbieter-Tools. Es ist ganz einfach und beschädigt Ihr System nicht. Achten Sie nur darauf, nur die Dateien auszuwählen, die Sie löschen dürfen.
Ein häufiger Fehler ist, dass die Option „Temporäre Dateien“ unter „Speicher“ nicht angezeigt wird. Klicken Sie in diesem Fall auf Weitere Kategorien anzeigen, dann erscheint sie. Ziel ist es, Cache, alte Protokolle und eventuell einige übriggebliebene Dateien zu löschen, die unbemerkt Speicherplatz belegen. Bei manchen Systemen können sich die temporären Dateien schnell ansammeln – rechnen Sie mit 11, 5 GB oder mehr. Windows rechnet übrigens auch andere Ordner wie „Downloads“ und den Papierkorb zu diesem Speicherplatz hinzu. Keine Panik also, wenn die Menge groß erscheint.
So löschen Sie temporäre Dateien in Windows 10
Methode 1: Verwendung der Speichereinstellungen
Öffnen Sie die Einstellungen-App, indem Sie auf das Zahnradsymbol im Startmenü klicken oder die entsprechende Tastenkombination drücken Windows + I– genau, dieselbe Tastenkombination wie zum Öffnen eines neuen Einstellungsfensters. Gehen Sie dann zu System > Speicher. Dort finden Sie Ihre Laufwerksinformationen und die Möglichkeit, Speicherplatz freizugeben.
Sobald Sie dort sind, sehen Sie das Laufwerk, auf dem Windows installiert ist (wahrscheinlich C:).Klicken Sie unter diesem Laufwerkseintrag auf Temporäre Dateien. Falls diese Option nicht angezeigt wird, klicken Sie zuerst auf Weitere Kategorien anzeigen und anschließend erneut auf Temporäre Dateien. Windows scannt nun den Speicherplatz und zeigt Ihnen an, wie viel Speicherplatz diese temporären Dateien belegen – das kann durchaus überraschend sein.
Anschließend zeigt Windows eine Liste temporärer Dateien an, darunter Cache, Protokolle, Miniaturansichten, Fehlerberichte usw. Sie können die nicht benötigten Dateien auswählen – vermeiden Sie jedoch die Auswahl von „Downloads“, es sei denn, Sie möchten wirklich alle darin enthaltenen Dateien löschen, was in der Regel nicht empfehlenswert ist. Sie möchten ja nicht versehentlich Ihre heruntergeladenen Dateien löschen.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Dateien entfernen, bestätigen Sie gegebenenfalls, und Windows löscht die temporären Dateien. Dies kann einen Moment dauern, insbesondere bei großen Datenmengen. Wenn eine Ja/Nein-Abfrage erscheint, klicken Sie einfach auf Ja oder OK, um fortzufahren. Anschließend sollte etwas Speicherplatz frei werden. So können Sie Windows ganz einfach aufräumen.
Methode 2: Manuelles Löschen temporärer Dateien mit Run
Wenn Sie es lieber traditionell mögen oder einfach die volle Kontrolle behalten wollen, ist das manuelle Bereinigen des Temp-Ordners nach wie vor praktisch. Drücken Sie Strg+ Alt+F Windows + R, um das Dialogfeld Ausführen zu öffnen. Geben Sie den Befehl ein %temp%und drücken Sie die Eingabetaste Enter. Dadurch wird der Temp-Ordner mit den von Windows für verschiedene Prozesse verwendeten Dateien geöffnet.
Wählen Sie anschließend alle Dateien und Ordner aus ( Strg + A ) und löschen Sie sie. Nicht alle Dateien werden sofort gelöscht, wenn sie gerade verwendet werden.Überspringen Sie in diesem Fall diese oder warten Sie auf einen Neustart, um hartnäckige Dateien zu entfernen. Seien Sie vorsichtig: Wenn Sie befürchten, etwas zu verlieren, verschieben Sie die Dateien zunächst in den Papierkorb und löschen Sie sie erst nach ein oder zwei Tagen. So können Sie im Notfall einzelne Dateien wiederherstellen.
Es ist etwas seltsam, aber manchmal verursacht das Löschen temporärer Dateien keine Probleme, während in anderen Fällen ein Programm oder Windows selbst kurzzeitig Schwierigkeiten bereitet. Normalerweise hilft ein Neustart, aber gelegentlich bleiben Restdateien zurück, weil Windows oder Apps diese geöffnet hatten.
Da Windows die Sache oft unnötig verkompliziert, führt häufig eine Kombination dieser Methoden zum Ziel. Reicht eine Methode nicht aus, kommt die andere meist zum Einsatz, um das Problem zu beheben.
Zusammenfassung
- Unter Einstellungen > System > Speicher können Sie temporäre Dateien sicher löschen.
- Greifen Sie über den Link auf den Temp-Ordner zu
%temp%und löschen Sie Dateien manuell. - Seien Sie vorsichtig mit dem Download-Ordner – löschen Sie diesen Ordner nicht, es sei denn, Sie möchten, dass alles gelöscht wird.
- Manchmal ist nach der Bereinigung ein Neustart erforderlich, um vollständig Speicherplatz freizugeben oder kleinere Fehler zu beheben.
Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Bereinigen temporärer Dateien keine Hexerei ist, aber man kann leicht etwas falsch machen, wenn man nicht aufpasst. Die integrierten Tools reichen in der Regel für die meisten Nutzer aus und sorgen für einen reibungsloseren PC-Betrieb. Bei manchen Systemen geht der Vorgang schnell vonstatten, bei anderen müssen Sie eventuell ein- oder zweimal neu starten, falls danach etwas nicht richtig funktioniert. In jedem Fall ist es ein guter erster Schritt, bevor Sie sich mit aufwändigeren Reinigungs- oder Fehlerbehebungsmaßnahmen befassen.
Hoffentlich spart das jemandem ein paar Stunden. Oder gibt zumindest die Gewissheit, dass man nicht unnötig Speicherplatz belegt. Ich drücke die Daumen!