So deaktivieren Sie „Mein iPhone suchen“, ohne ein Passwort einzugeben
Das Deaktivieren der „Wo ist?“-App auf Apple-Geräten ist nicht immer einfach – insbesondere, wenn das Apple-ID-Passwort verloren gegangen ist oder Sie ein gebrauchtes Gerät gekauft haben und der Vorbesitzer seine Daten nicht gelöscht hat. Das ist zwar ärgerlich, da es das Gerät vor Diebstahl schützen soll, aber wenn Sie sich ausgesperrt haben oder in einer Notlage stecken, müssen Sie möglicherweise manuelle Workarounds finden. Beachten Sie jedoch, dass die meisten offiziellen Methoden die Apple-ID-Anmeldeinformationen erfordern. Um diese zu umgehen, sind in der Regel zwielichtige Software oder riskante Hacks erforderlich, die nutzlos oder sogar unsicher sein können. Wenn Sie dennoch verzweifelt sind und die potenziellen Risiken in Kauf nehmen, finden Sie hier einige Tricks, die je nach Betriebssystemversion und Situation Ihres Geräts hilfreich sein können.
So deaktivieren Sie „Mein iPhone suchen“ ohne Passwort
Methode 1: Der nicht ganz so perfekte iOS 7-Trick
Unter iOS 7 hat Apple eine Sicherheitslücke in der iCloud-Funktion *Konto löschen* gelassen. Wenn diese funktioniert, wird „Wo ist?“ vorübergehend deaktiviert. Gehen Sie dazu einfach zu „Einstellungen “, tippen Sie auf „iCloud“ und deaktivieren Sie „Wo ist?“. Tippen Sie anschließend schnell auf „Konto löschen“. Das Gerät sollte auf dem Löschbildschirm einfrieren. Wenn dies der Fall ist, schalten Sie das Telefon aus, starten Sie es neu und gehen Sie zurück zu „Einstellungen“ > „iCloud“. Sie können versuchen, das Konto erneut zu löschen. Mit etwas Glück ist es weg. Diese Methode ist nicht narrensicher – bei manchen Setups funktioniert sie einfach nicht oder erfordert mehrere Versuche. Aber einen Versuch ist es wert, da sie kostenlos und einfach ist.
Warum es hilft? Weil Apple dies unter iOS 7 nicht streng geregelt hat, sodass ein solcher Workaround die Funktion „Wo ist?“ zumindest vorübergehend deaktivieren könnte. Wenn es funktioniert, wird die Funktion „Wo ist?“ nicht mehr angezeigt. Beachten Sie jedoch, dass diese Lücke mit einigen Firmware-Updates möglicherweise geschlossen wird.
Methode 2: Der DNS-Trick unter iOS 8-10
Wenn Sie iOS 8, 9 oder 10 verwenden, ist es eine bekannte Methode, an den WLAN-DNS-Einstellungen herumzufummeln. So gehen Sie vor:
- Öffnen Sie Einstellungen > WLAN und tippen Sie auf das i- Symbol neben Ihrem aktuellen Netzwerk.
- Scrollen Sie nach unten zu „DNS konfigurieren“, tippen Sie darauf und wechseln Sie dann zu „Manuell“.
- Geben Sie einen alternativen DNS-Server ein, zum Beispiel 104.155.28.90 (Europa) oder 104.154.51.7 (Amerika).Dies sind nur Beispiele; regionale Adressen variieren, aber der Punkt ist, dass eine Änderung des DNS die Überprüfung der iCloud-Aktivierungssperre beeinträchtigen kann.
- Gehen Sie zu „Einstellungen“ > „iCloud“ > „Wo ist?“ und versuchen Sie, es auszuschalten.
Dies ist nicht garantiert, aber in einigen Fällen kann das Manipulieren von DNS-Befehlsketten die Verbindung zu den Apple-Servern vorübergehend unterbrechen, sodass Sie „Wo ist?“ vorübergehend deaktivieren können. Erwarten Sie, dass die Funktion beim Neustart des Geräts möglicherweise wieder aktiviert wird, wenn die Apple-Server die Sperre bestätigen.
Methode 3: Der Account-Beschreibungs-Hack für iOS 11-12
Unter iOS 11 und 12 gibt es einen alten Trick mit dem Feld *Beschreibung* in den iCloud-Kontoinformationen. So funktioniert es:
- Gehen Sie zu Einstellungen > iCloud.
- Wenn Sie zur Eingabe eines Passworts aufgefordert werden, geben Sie ein beliebiges falsches Passwort ein und tippen Sie auf „Fertig“.
- Es wird eine Meldung angezeigt, dass das Passwort falsch ist. Tippen Sie auf „OK“ und wählen Sie dann „ Abbrechen“.
- Suchen Sie in den iCloud-Einstellungen nach dem Feld *Beschreibung*.Löschen Sie alles darin.
- Schließen Sie es, und das System erkennt möglicherweise die fehlenden Informationen und deaktiviert die Sperre/Karte.
Dies ist eine Art Schuss ins Blaue und scheint auf einigen Geräten zu funktionieren, auf anderen jedoch nicht. Einen Versuch ist es wert, wenn Sie verzweifelt sind, denn bei bestimmten älteren iOS-Versionen kann das System „Wo ist?“ automatisch deaktivieren, wenn es der Meinung ist, dass die Kontoinformationen beschädigt oder unvollständig sind.
Methode 4: Die schwierigere, aber manchmal notwendige iOS >12.3-Taktik
Bei neueren iOS-Versionen, insbesondere 12.3 und höher, ist das Umgehen von „Wo ist?“ ein Albtraum, es sei denn, Sie verfügen tatsächlich über die Apple-ID-Anmeldeinformationen. Sie können den Verkäufer bitten, das Gerät vor dem Kauf aus seinem Konto zu *entfernen*.Wenn Sie das ursprüngliche Apple-ID-Passwort kennen, melden Sie sich einfach in den iCloud-Einstellungen ab.
Es gibt keine legalen, kostenlosen Hacks mehr, um die Aktivierungssperre sicher zu umgehen. Sofern Sie das Passwort nicht wiederherstellen oder den Vorbesitzer dazu bringen können, das Richtige zu tun, ist es nahezu unmöglich, „Wo ist?“ ohne Passwort zu deaktivieren, ohne das Risiko ein unbrauchbares Gerät zu riskieren oder auf zwielichtige Software zu stoßen, die Ihnen später zum Verhängnis werden könnte.
Zusammenfassung
Grundsätzlich ist das Herumspielen mit dem Deaktivieren von „Wo ist?“ ohne Passwort eine Grauzone. Solche Hacks können manchmal funktionieren, insbesondere bei älteren iOS-Versionen, aber erwarten Sie nicht immer Wunder. Der Goldstandard bleibt die Kenntnis des Apple-ID-Passworts – es ist lediglich der sichere und legale Weg, „Wo ist?“ zu deaktivieren. Bitten Sie den Verkäufer beim Kauf eines gebrauchten Geräts immer, seine Apple-ID zu entfernen, bevor Sie das Gerät übergeben.
Zusammenfassung
- Die Methoden variieren je nach iOS-Version, wobei ältere Versionen manchmal Schlupflöcher aufweisen.
- Das Ändern von DNS oder das Ausnutzen von Kontobeschreibungsfeldern kann manchmal dazu führen, dass „Wo ist?“ vorübergehend deaktiviert wird.
- Unseriöse Software von Drittanbietern ist riskant und ohne Apple-ID-Anmeldeinformationen oft wirkungslos.
- Best Practice: Stellen Sie das Apple-ID-Passwort wieder her oder lassen Sie den Besitzer sein Konto löschen.
Daumen drücken, das hilft
Das hat nur bei einigen wenigen Setups funktioniert – keine Garantie, dass es jedes Mal klappt. Trotzdem ist es einen Versuch wert, wenn Sie nicht weiterkommen oder ein gesperrtes Gerät gekauft haben und die Informationen nicht haben. Viel Glück und denken Sie daran: Versuchen Sie immer, die Dinge auf legale Weise zu erledigen, wenn möglich, denn die Sicherheitsfunktionen von Apple gibt es nicht ohne Grund. Hoffentlich spart das jemandem ein paar Stunden.