So deaktivieren Sie automatische Updates in Windows 10 über die Registrierung
Sie möchten die automatischen Updates in Windows 10 in den Griff bekommen? Ja, das ist ziemlich nervig, vor allem, weil Microsoft mit jeder neuen Version die klassischen Update-Optionen entfernt. Wenn Sie Windows 10 Pro (Glückwunsch!) oder höher nutzen, können Sie einige Registry-Einstellungen anpassen, um Windows zumindest etwas zu beeinflussen. Das ist zwar nicht narrensicher, aber besser als nichts. Und für Heimanwender…nun ja, da haben Sie Pech, es sei denn, Sie möchten mit Drittanbieter-Tools experimentieren oder den Windows Update-Dienst komplett deaktivieren. Sehen wir uns also einige legitime Möglichkeiten an, um mehr Kontrolle über diese Updates zu erlangen.
So beheben Sie Probleme mit automatischen Windows-Updates durch Änderungen in der Registrierung
Methode 1: Automatische Updates vollständig deaktivieren
Windows macht es einem natürlich unnötig schwer. Diese Methode deaktiviert automatische Prüfungen komplett, was für manche Nutzer durchaus wünschenswert sein mag, wenn Updates mehr Probleme verursachen als lösen. Wichtig: Erstellen Sie vorsichtshalber einen Wiederherstellungspunkt, bevor Sie in die Registry eingreifen, falls etwas Unerwartetes passiert.
- Öffnen Sie das Startmenü oder das Suchfeld in der Taskleiste, geben Sie „Startmenü“ ein
regeditund drücken Sie die Eingabetaste Enter. Wenn die Benutzerkontensteuerung (UAC) eine Meldung anzeigt, klicken Sie auf „Ja“. - Navigieren Sie im Registrierungseditor zu: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Windows (oder das Ordnersymbol) und wählen Sie Neu > Schlüssel. Benennen Sie ihn WindowsUpdate (ohne Leerzeichen).
- Klicken Sie innerhalb dieses neuen WindowsUpdate-Schlüssels mit der rechten Maustaste, wählen Sie erneut Neu > Schlüssel und nennen Sie ihn AU.
- Wählen Sie den AU- Schlüssel aus. Klicken Sie im rechten Bereich mit der rechten Maustaste auf eine leere Stelle und wählen Sie Neu > DWORD-Wert (32-Bit). Benennen Sie ihn NoAutoUpdate.
- Doppelklicken Sie auf NoAutoUpdate und ändern Sie den Wert auf 1 – dadurch wird Windows angewiesen, keine automatischen Updates mehr durchzuführen.
Sobald das erledigt ist, starten Sie Ihren Computer neu oder schließen Sie einfach die Einstellungen-App und öffnen Sie sie erneut. Sie werden feststellen, dass die Option „Jetzt neu starten“ zum Suchen nach Updates deaktiviert ist. Bei manchen Systemen wird diese Änderung möglicherweise nicht sofort wirksam, daher wird ein Neustart empfohlen. Beachten Sie außerdem, dass in den Einstellungen unter „Update und Sicherheit“ > „Windows Update“ nun angezeigt wird, dass Updates nicht mehr automatisch gesucht werden. Allerdings erhalten Sie die Sicherheitspatches nur, wenn Sie manuell danach suchen. Nicht optimal, aber besser als ein ständiger Neustart.
Methode 2: Einstellungen anpassen, um zu steuern, wie Updates heruntergeladen und installiert werden
Wenn Sie Updates nicht komplett deaktivieren, sondern nur etwas mehr Kontrolle behalten möchten, ist diese Methode genau das Richtige für Sie. Windows benachrichtigt Sie, bevor etwas heruntergeladen oder installiert wird, sodass Sie nicht unvorbereitet getroffen werden.
- Führen Sie die gleichen ersten Schritte wie oben aus: Navigieren Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows, erstellen Sie WindowsUpdate und anschließend AU, falls diese noch nicht vorhanden sind.
- Erstellen Sie innerhalb des AU -Schlüssels einen neuen DWORD-Wert namens AUOptions. Setzen Sie seinen Wert auf:
- 2 — Vor dem Herunterladen und Installieren von Updates benachrichtigen
- 3 — Automatisches Herunterladen von Updates und Benachrichtigung bei Installationsbedarf
- 4 — Automatische Updates herunterladen, Installation planen
- 5 — Lokaler Administrator kann wählen (flexibler, aber komplexer)
Auf diese Weise sucht Windows weiterhin nach Updates, installiert diese aber nur nach Ihrer Zustimmung – quasi als ob man es sanft an die Leine legt. In der Praxis funktioniert diese kleine Änderung meist problemlos, allerdings kann es vorkommen, dass die Registrierung nach einigen Updates zurückgesetzt wird. Beachten Sie dies daher. Für eine detailliertere Steuerung können Sie dies gegebenenfalls mit dem Gruppenrichtlinien-Editor kombinieren (sofern verfügbar), aber das ist ein ganz anderes Thema.
Und noch einmal zur Information: Registry-Änderungen mögen zwar verlockend erscheinen, um Updates komplett zu deaktivieren, funktionieren aber in Home-Editionen oft nicht, da diese stärker eingeschränkt sind. Wenn Sie also noch die Home-Version verwenden, müssen Sie den Windows-Update-Dienst möglicherweise direkt deaktivieren services.mscoder Tools von Drittanbietern verwenden.
Zusammenfassung
Durch die Anpassung von Registry-Werten lässt sich das Update-Chaos in den Griff bekommen – sei es, um Updates komplett zu verhindern oder sie auf einen günstigeren Zeitpunkt zu verschieben. Zugegeben, es ist ein Eingriff in die Systemregistrierung, aber manchmal die einzige Möglichkeit, Windows daran zu hindern, Updates während einer wichtigen Präsentation oder Gaming-Session zu erzwingen. Wichtig: Unvorsichtiges Bearbeiten der Registry-Einstellungen kann negative Folgen haben. Sichern Sie Ihre Daten daher vorher und gehen Sie mit Bedacht vor.
Zusammenfassung
- Erstellen Sie vor der Bearbeitung der Registrierung einen Systemwiederherstellungspunkt – Sicherheit geht vor!
- Navigieren Sie zu HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows
- Setzen Sie NoAutoUpdate auf 1, um automatische Updates zu deaktivieren.
- Passen Sie den Wert von AUOptions an, um das Aktualisierungsverhalten zu steuern (2-5).
- Starten Sie den Computer nach diesen Änderungen neu und überprüfen Sie die Einstellungen unter „Update und Sicherheit“.
Zusammenfassung
Diese Methode ist nicht perfekt und kann vom Zufall abhängen – manchmal funktioniert sie, manchmal wird sie nach einem Windows-Update zurückgesetzt. Insgesamt ist sie aber besser als nichts, wenn Sie unerwartete Neustarts vermeiden möchten. Denken Sie daran: Windows-Updates dienen hauptsächlich der Sicherheit. Deaktivieren Sie sie also nicht dauerhaft, wenn Sie sich Sorgen um Sicherheitslücken machen. Hoffentlich sparen Sie dadurch ein paar Stunden oder haben zumindest etwas mehr Ruhe.