Anleitung zum Integrieren des Office 2013 Service Pack 1
Mittlerweile dürften die meisten Nutzer Service Pack 1 (SP1) für Office 2013 installiert haben oder zumindest wissen, dass es verfügbar ist. SP1 enthält alle über Windows Update veröffentlichten Updates sowie zusätzliche Fehlerbehebungen – kurz gesagt, es sorgt für einen reibungsloseren und sichereren Office-Betrieb. Das Problem? Das separate Herunterladen und Installieren kann recht mühsam sein, insbesondere bei der Masseninstallation oder wenn man einfach eine sauberere Installation wünscht. Hier kommt Slipstreaming ins Spiel – die direkte Integration von SP1 in das Office-Setup, sodass es bereits im Installationsprogramm enthalten ist. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht. Es erspart später viel Ärger, insbesondere bei der Installation auf mehreren Rechnern.
Wenn Sie das erledigt haben, können Sie ein benutzerdefiniertes ISO- oder Installationspaket erstellen, das Office 2013 mit SP1 sofort installiert. So sind nach der Installation keine weiteren Updates nötig – einfach ausführen und loslegen. Das ist besonders praktisch für IT-Administratoren und alle, die nicht auf das Herunterladen und Installieren von Office-Updates warten möchten. Beachten Sie jedoch: Der Prozess erfordert einige manuelle Schritte, die Eingabe von Befehlen in der Kommandozeile und etwas Geduld, insbesondere wenn Sie mit Tools und ISO-Dateien arbeiten. Aber sobald es abgeschlossen ist, profitieren Sie von einem reibungsloseren Office-Erlebnis.
Anleitung zum Integrieren des Office 2013 Service Pack 1
Methode 1: Verwendung des Office Toolkits zum Integrieren von SP1 in Office 2013
Warum das hilfreich ist : Mit dieser Methode lässt sich SP1 ganz einfach direkt in Ihre Office 2013-Installationsdateien einbinden. Auf manchen Rechnern kann die Installation von Updates nach der Office-Bereitstellung problematisch oder umständlich sein. Durch die vorherige Integration sparen Sie sich die zusätzlichen Schritte. Ideal für eine saubere Installation, bei der alles sofort einsatzbereit ist.
Anwendungsfall : Wenn Sie eine einzelne Office 2013-Installationsquelle erstellen möchten, die bereits SP1 enthält – ideal für die Bereitstellung auf mehreren PCs oder um wiederholte Update-Aufforderungen zu vermeiden.
Was Sie erwartet : Nach diesen Schritten erhalten Sie entweder ein in den Installationscode integriertes Office 2013-Setup oder ein ISO-Image, in dem SP1 bereits enthalten ist. Die Installation von Office wird somit zu einer reinen Klick-Aufgabe, anstatt auf die Installation der Updates warten zu müssen.
Hinweis: Bei manchen Konfigurationen kann die Integration beim ersten Mal fehlschlagen oder sich aufhängen. Starten Sie in diesem Fall einfach das Toolkit neu oder starten Sie Ihren Computer neu und versuchen Sie es erneut. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie die richtige Version des Service Packs (x86 oder x64) für Ihre Office-Installation verwenden.
Schritt 1: Laden Sie das richtige SP1-Installationsprogramm herunter.
- Besuchen Sie diese Seite für die 32-Bit-Version (x86), oder
- Auf derselben Seite finden Sie die 64-Bit-Version (x64).Laden Sie die ausführbare Datei herunter.
Profi-Tipp: Achten Sie darauf, die richtige Version zu verwenden – die Vermischung von 32-Bit-Office mit 64-Bit-SP1 oder umgekehrt führt zu Fehlern.
Schritt 2: Starten Sie das Microsoft Toolkit und laden Sie Ihre Office-Installationsdateien.
- Öffnen Sie Microsoft Toolkit. Wenn es sich öffnet, klicken Sie auf die Schaltfläche mit dem Office -Logo, um die Toolkit-Oberfläche zu laden.
- Falls Sie es nicht besitzen, können Sie es von vertrauenswürdigen Quellen beziehen – suchen Sie einfach nach „Microsoft Office Toolkit“ (Vorsicht, einige Versionen sind unseriös).
- Nach dem Laden wechseln Sie zur Registerkarte „Einstellungen anpassen“.
Warum sollte man es verwenden? Es vereinfacht die Verwaltung von Setup-Dateien, das Extrahieren und Vorbereiten von ISO-Images erheblich im Vergleich zum Hantieren mit Befehlszeilen und manueller Extraktion.
Schritt 3: Office-Setup für Slipstreaming extrahieren
- Klicken Sie auf „Setup extrahieren“ und navigieren Sie zu Ihrer Office 2013 ISO- oder setup.exe-Datei.
- Wählen Sie einen neuen Ordner, den Sie speziell für diesen Zweck erstellen, z. B.Office2013-Extracted, und klicken Sie auf Öffnen.
- Dadurch wird eine Arbeitskopie aller Office-Dateien erstellt, die Sie später bearbeiten oder zu einer ISO-Datei zusammenstellen müssen.
Manchmal reicht bei einem fehlgeschlagenen oder hängen bleibenden Extraktionsvorgang ein kurzer Neustart oder die Ausführung des Toolkits als Administrator aus, um das Problem zu beheben. Denn natürlich muss Windows es unnötig kompliziert machen.
Schritt 4: SP1 in die Setup-Dateien integrieren
- Klicken Sie im Toolkit auf „Updates hinzufügen“.
- Navigieren Sie zu Ihrem heruntergeladenen SP1-Installationsprogramm.
- Wählen Sie es aus und klicken Sie auf Öffnen.
- Das Toolkit beginnt nun mit der Integration von SP1 in die Office-Dateien. Behalten Sie das Fortschrittsprotokoll im Auge, falls der Vorgang langsam erscheint.
Tipp: Vergewissern Sie sich, dass Sie die richtige Version für Ihr Office hinzufügen – der Versuch, beispielsweise eine 64-Bit-Version in eine 32-Bit-Office-Installation zu integrieren, führt zu Fehlern.
Schritt 5: Erstellen Sie eine ISO-Datei mit integriertem SP1.
- Sobald das Slipstreaming erfolgreich abgeschlossen ist (Sie sehen eine entsprechende Meldung), klicken Sie auf „ISO erstellen“.
- Navigieren Sie zu dem Ordner, der die geänderten Setup-Dateien enthält. Wählen Sie die Datei setup.exe als Quelle aus.
- Wählen Sie einen Speicherort für Ihr ISO-Image – beispielsweise den Desktop oder einen separaten Ordner.
- Klicken Sie auf Speichern. Der Vorgang sollte in weniger als einer Minute abgeschlossen sein, und Sie erhalten am Ende eine Office 2013 ISO-Datei mit integriertem Service Pack 1.
Hinweis: Falls die ISO-Erstellung hängen bleibt oder ein Fehler auftritt, überprüfen Sie bitte noch einmal, ob Sie den richtigen Setup-Ordner ausgewählt haben und ob der Vorgang nicht durch Antivirenprogramme oder Berechtigungen blockiert wird.
Eine andere Möglichkeit: manueller Slipstream ohne Toolkit
Methode 2: SP1 manuell in die Office 2013-Installationsdateien integrieren
Falls das Microsoft Toolkit keine Option ist, können Sie dies auch manuell durchführen, allerdings ist das etwas aufwendiger. Im Wesentlichen müssen Sie die Office-Dateien extrahieren, Updates ersetzen oder einbinden und anschließend die Installation neu erstellen. So geht’s:
- Erstellen Sie einen separaten Ordner, z. B.Office2013SP1.
- Kopieren Sie alle Dateien von Ihrer Office 2013 DVD oder der extrahierten ISO-Datei in diesen Ordner.
- Extrahieren Sie die SP1-Programmdatei mit 7-Zip:
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Office2013-KBxxxxxx-SP1.exe und wählen Sie 7-Zip > Dateien extrahieren.
- Wählen Sie als Ziel den Ordner „Updates“ innerhalb Ihres Office2013SP1-Ordners aus.
- Klicken Sie auf „Extrahieren“. Es ist etwas umständlich, aber es funktioniert.
- Nun müssen Sie die Office-Setup-Dateien ersetzen oder patchen, damit diese die Aktualisierungen erkennen – dies bedeutet oft, bestimmte Konfigurationsdateien zu bearbeiten oder Befehlszeilenparameter zu verwenden.
- Nachdem Sie die Dateien gepatcht haben, erstellen Sie Ihr ISO-Image neu oder verwenden Sie das Setup direkt aus diesem Ordner.
Nicht ganz so elegant wie mit Toolkit, aber durchaus machbar für alle, die mehr Kontrolle bevorzugen oder keine zusätzlichen Tools installieren möchten. Man sollte sich nur auf etwas Ausprobieren einstellen, insbesondere bei Pfaden und der Update-Integration.
Egal für welche Methode Sie sich entscheiden, das Ziel ist dasselbe: eine saubere Office 2013-Installation inklusive Service Pack 1. Der Aufwand ist zwar zunächst etwas höher, spart aber Zeit bei der Bereitstellung oder Einrichtung. Außerdem sorgt diese Methode natürlich für einen reibungslosen Ablauf und vermeidet Überraschungen während der Installation.